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Planetarium, Freiburg, 06.09.2010 19.30
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In dieser Vorführungsreihe, die schon im alten Planetarium viele Jahre lang erfolgreich lief, wird an jedem ersten Montag des Monats in einer Live-Sondervorführung gezeigt, was dieser Monat ... mehr  
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  Moon

Großbritannien 2009
Regie: Duncan Jones
Mit: Sam Rockwell, Dominique McElligott, Kaya Scodelario, Bendict Wong, Matt Berry
Verleih: Koch Media
Länge: 96 Minuten
FSK: ab 12
 
     
 
 
     
 

Es war eines der Highlights der Festivalsaison 2009: Das Science-Fiction-Drama "Moon" von Duncan Jones, der mit seinem Langfilm-Regiedebüt eine beeindruckende Visitenkarte hinterlässt. Sam Bell (Sam Rockwell) hat einen drei Jahresvertrag mit Lunar Enterprises unterschrieben und arbeitet auf deren Mondbasis als Techniker und Mädchen für alles. Außer ihm beheimatet die futuristische Anlage nur noch den Roboter GERTY, der unverkennbar an HAL 9000 aus Stanley Kubricks "2001 - Odysee im Weltraum" angelegt ist. Bells Einsamkeit wird lediglich durch tägliche Videokontakte zur Erde gebrochen, bei denen er mit seiner Familie oder seinen Arbeitgebern Neuigkeiten austauscht. Ansonsten bestimmt Tristesse seinen Alltag. Trotz der vor allem psychischen Belastung hat Bell die drei Jahre erstaunlich gut hinter sich gebracht und freut sich auf seine Ablösung, die ihn in zwei Wochen erlösen und seine Rückkehr auf die Erde ermöglichen soll. Da hat er auf einer Kontrollfahrt auf der Mondoberfläche einen Unfall. Zunächst ohnmächtig, wacht erin der Station wieder auf. Als er das weit von der Anlage entfernt verunglückte Fahrzeug aufsucht, entdeckt er in der Kabine einen Verwundeten. Wieder zurück in der Basis nimmt er den Helm des Ohnmächtigen ab und traut seinen Augen nicht: Der Gerettete sieht genauso aus wie er. Jones, der Sohn von David Bowie, geht das ungewöhnliche Treffen zunächst als ruhig inszeniertes Kammerspiel an, in dem er nicht nur die beiden Gestrandeten, sondern auch den Zuschauer mehrere Lösungsmöglichkeiten für das Geschehene durchdenken lässt. Je mehr der wahre Grund für Bells Doppelgänger deutlich wird, wechselt er den Ton hin zum Suspense-geladenen Genrestück, wobei er, ganz im Geiste seiner Inspirationsquellen von Kubrick über Douglas Trumbull bis zu Andrej Tarkowski, das Publikum gleichzeitig mit philosophischen Fragen fordert. Das exzellente Produktionsdesign, und die grandiosen Bildkompositionen, denen man das Minibudget von nur fünf Mio. Dollar zu keiner Sekunde ansieht, unterstützen dabei perfekt die ruhig, aber stets konzentriert erzählte Geschichte, die zum Schluss ihre ganze Wucht entfaltet. Das großartige Science-Fiction-Drama lebt dabei nicht zuletzt von der starken Performance Rockwells, der mit seiner Doppelrolle erneut bekräftigt, dass er derzeit einer der talentiertesten Vertreter seines Faches ist.

 
 
Montag, 06.09.2010
Harmonie Harmonie 4 21:30
 
 
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