Musiktheater: Iphigénie en Tauride – Antiken-Spektakel um Mord, Gewalt und Trauma Veranstaltungstipp | 08.04.2026 | Marianne Ambs
In der Welt der griechischen Antike lastet ein schwerer Fluch auf Iphigenie. Seit Generationen töten sich die Mitglieder ihrer Familie gegenseitig. Auch Iphigenie ist in Gefahr, als ihr Vater sie opfern will, damit der Krieg gegen Troja beginnen kann.
Christoph Willibald Gluck hat für seine Oper Iphigénie en Tauride kraftvolle Musik geschrieben, in der das Unbewusste hörbar Gestalt annimmt. Die Regisseurin Caterina Cianfarini setzt in ihrer bluttriefenden Inszenierung immer wieder beim zentralen Moment der Vorgeschichte an, dem Mordversuch durch den eigenen Vater. Iphigénies Aufgabe ist groß: Sie fühlt sich in die Enge getrieben, ringt aber um Menschlichkeit. Doch zunächst muss sie die eigenen Erfahrungen von Schuld, Gewalt und Irrtum aufarbeiten.
Musiktheater: Iphigénie en Tauride
So., 12.4., 18 Uhr; Sa., 9.5., 19.30 Uhr; Mo., 25. 5., 18 Uhr
Großes Haus, Theater Freiburg
www.theater.freiburg.de
Foto: © Laura Nickel









