Schubert tanzen im 21. Jahrhundert: Choreografische Welten um ein Monumentalwerk Veranstaltungstipp | 06.11.2023 | Erika Weisser

Zwei Menschen akrobatisch Tanzen

Franz Schubert prägte die Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts mit seinen romantischen Kompositionen.Der 1798 in Wien geborene Schüler Salieris war auch ein glühender Bewunderer Beethovens. Trotz seines frühen Todes mit nur 31 Jahren hinterließ er ein opulentes Werk, das mehr als 1000 Streichquartette, Symphonien, Sonaten, Fantasien und Opern umfasst. All diese Formen erkundete und interpretierte er mit der gleichen absoluten Hingabe.

Er perfektionierte vor allem die Liedkunst. Das bezeugen unter anderem die drei Liederzyklen „Die schöne Müllerin“, „Winterreise“ und der erst posthum aufgeführte  „Schwanengesang“. Darin offenbaren sich die Themen, die den Komponisten sein ganzes kurzes Leben beschäftigten: Liebe, aber auch Hoffnung, Enttäuschung, Wehmut, Trauer und Natur. Vor allem aber die Suche nach einem unerreichbaren Anderswo. Diese Zyklen werden nun aufgenommen und in ganz ungewöhnlicher Weise ins 21. Jahrhundert transferiert.

Vor einem von Silvère Jarrosson gemalten bühnenbildnerischen Monumentalwerk, das in der Gestaltung der Dramaturgie ein ganz wesentliches Element ist, entfalten die Tänzer·innen des Balletts der Opéra national du Rhin zwölf sehr persönliche und einzigartige Choreografien rund um diese Themen, das Schaffen und die Figur von Franz Schubert. Begleitet von der Musikdramaturgie des Pianisten Bruno Anguera Garcia und von zwei jungen Sänger·innen des Opernstudios ertanzen sie sich und dem Publikum ganz neue künstlerische Welten. Dabei schaffen sie Übergänge zwischen den einzelnen Stücken und verbinden sie zu einem einzigen gemeinsamen Werk.

Schubert tanzen im 21. Jahrhundert
Théâtre de la Sinne, Mulhouse 
Donnerstag, 9. November, 20 Uhr 
www.operanationaldurhin.eu

Foto: © Opéra national du Rhin