Kino-Tipp: Nouvelle Vague – Eigensinn und Größenwahn 4Film | 10.03.2026 | Erika Weisser

Zwei Männer sitzen auf der Treppe und rauchen. Das Bild ist schwarz-weiß.

Paris, Ende der 1950er: Der 28-jährige Jean-Luc Godard macht seinen ersten Film. Mit einem jungen Team, einem amerikanischen Filmstar, viel Eigensinn, wenig Geld und ohne fertiges Konzept gelingt ihm ein Werk, das direkt in die Filmgeschichte eingehen und das Kino revolutionieren wird: „Außer Atem“.

Richard Linklater ist das Kunststück gelungen, einen höchst ansprechenden, lebendigen Film zu schaffen, der für Eingeweihte und Neulinge gleichermaßen funktioniert und das Publikum förmlich hineinzieht in die amüsante und an Widersprüchen, Ungereimtheiten und überraschenden Wendungen reiche Entstehungsgeschichte dieses Klassikers der Nouvelle Vague. 

Er begleitet den exzentrischen Jungregisseur Godard bei den oft nicht genehmigten Dreharbeiten mit improvisierten Dialogen, versteckten Kameras und jeder Menge Größenwahn. Und mit einem Ensemble, das mit dokumentarischer Natürlichkeit spielt.

Nouvelle Vague
Frankreich 2025
Regie: Richard Linklater
Mit: Guillaume Marbeck, Zoey Deutch u.a.
Verleih: Plaion Pictures
Laufzeit: 105 Minuten
Start: 12. März 2026

Foto: © Plaion Pictures