„Wie ein Neustart“: Indieband The Astronaut & The Fox will aufdrehen 4Musik | 21.04.2026 | Till Neumann
Machen Musik über verlorene Freundschaften: The Astronaut & The Fox
Das Indie-Quartett The Astronaut & The Fox hat vor sechs Jahren in Freiburg begonnen. Mittlerweile sind die Musiker*innen quer in Deutschland verteilt. Doch das hindert sie nicht an Produktivsein. Eine hörenswerte Single ist da. Weitere sollen folgen. Es ist die Arbeit am „großen Traum“.
„Lebt sich auseinander“
Leichtfüßiger Indie-Sound schallt durch die Boxen. Doch „Lost Friends“ – die neue Single von The Astronaut & The Fox (TATF) – hat einen traurigen Hintergrund: „Man verliert im Laufe der Zeit den Kontakt zu frühen engen Freunden. Gar nicht mal, weil was passiert ist, sondern man lebt sich einfach auseinander“, erklärt Gitarrist Marius Herbig (30, Foto oben rechts).
Verlorene Freundschaften. Die besingt Katariina Rinne auf Englisch – und verleiht dem Ganzen mit eingänglicher Stimme Radio-Appeal. Die Band komplettieren Drummer Lukas Gilson und Gitarristin Alisa Merker.
Socken bringen Idee
Gegründet hat sich die Gruppe 2019, alle studierten Musik an der Freiburger HKDM (heute Macromedia). Zu ihrem Namen kam sie durch Zufall. „Wir haben uns relativ schnell – ohne bestimmten Grund – auf einen Fuchs geeinigt“, erzählt Herbig. Doch es fehlte ein zweiter Teil. Als er nach der Probe auf dem Klo saß, sah er seine Socken mit Astronauten-Muster und dachte sich: “Das wäre doch witzig.“
Die Gefahr, dass die vier selbst verlorene Freunde werden, ist real: Herbig wohnt in Nürnberg, seine Kolleg·innen in Hamburg, Berlin und Freiburg. Doch die Crew ist eingefleischt: „Wir sind enge Freunde, würden auch gemeinsam abhängen, wenn wir nicht in einer Band wären“, betont Herbig.
„Gute Grundlagen“
Bisher haben sie Singles releaset – und 2022 die EP „Outer Space in Your Backyard“. Der Fokus liegt nun auf neuen Songs. „Wir haben viel Erfahrung gesammelt und gute Grundlagen gelegt“, so Herbig. Jetzt seien sie an einem Punkt, wo sich neue Musik aufdrängt: „Es fühlt sich ein bisschen an wie ein Neustart.“
Den Releases sollen auch mehr Shows folgen. Vergangenes Jahr sei Pause gewesen. Davor hatte die Gruppe rund 15 Auftritte im Jahr, berichtet Herbig. Im Sommer geht’s unter anderem in Karlsruhe weiter.
Die Band soll nach vorne kommen. Am Horizont steht das Ziel, davon leben zu können. „Das wäre der große Traum“, sagt der Gitarrist. Alle seien mit viel Ernsthaftigkeit dabei. Am Ende brauche es aber auch Glück – und natürlich Freunde, die nicht verloren gehen.
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