Kino-Rezi: Mit der Faust in die Welt schlagen: Gewalt als Zusammenhalt Filmtipp | 31.03.2025 | Erika Weisser
Die Brüder Philipp und Tobias wachsen um die Jahrtausendwende in der ostdeutschen Provinz auf. Ihre monotone und frustrierende Kindheit ist geprägt von der Perspektivlosigkeit der ganzen Region, aber auch vom allmählichen Zerfall der eigenen Familie.
Anfangs scheint mit dem Hausbau der Eltern alles im Wachstum zu sein, doch mit dem Einzug in das noch unfertige Haus beginnt der Niedergang. Der Vater verliert seinen Job, beginnt zu trinken. Die Mutter versucht, die Dinge weiter am Laufen zu halten, ist aber bald überfordert. Das Haus, das einst Freiheit versprach, wird zur Schuldenfalle, die sich auf das Leben aller überträgt.
Tobi und Philipp sind alleingelassen mit sich selbst, ohne Orientierung, ohne Idee von Zukunft. Dafür mit zunehmendem Bedürfnis nach Halt, Zusammenhalt und Anerkennung. Die Natur wird zu ihrem Rückzugsort aus einem Leben, in dem es wenig Lichtblicke gibt. Hier treffen sie auf ältere Jungs, die Abenteuer versprechen, aber Fremdenhass meinen.
Mit der Faust in die Welt schlagen
Deutschland 2025
Regie: Constanze Klaue
Mit: Anton Franke, Camille Moltzen u.a.
Verleih: Across Nations
Laufzeit: 110 Minuten
Start: 3. April 2025











