Ausstellung „Vom Ei zum Küken“: Es piept im Museum findefuchs | 31.03.2019 | Lucile Gagnière

Bis zu 200 Küken flattern derzeit durchs Museum „Natur und Mensch“. Die Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ läuft bis zum 28. April und lädt Kinder und ihre Eltern ein, die kleinen Piepmätze unter die Lupe zu nehmen. Neu ist bei der 29. Auflage sind die schwersten Eier der Welt in ihrem Nest.

Kleine gelbe, orange und schwarze flauschige Wesen rennen und fiepen hinter den Glasfenstern: Die Ausstellung „Vom Ei zum Küken“ verwandelt das Freiburger Museum Natur und Mensch in einen großen Hühnerstall. Bis zu 200 Küken werden dort im Laufe der tierischen Schau schlüpfen.

„Kern der Ausstellung sind natürlich die Tiere“, sagt Projektleiter Norbert Widemann. Nicht nur Küken sind zu sehen: Auch Hahn und Henne kann man einige Meter weiter entdecken – aber ausgestopft. Dennoch werden auch lebendige Hühner zu Besuch kommen. Mutige Besucher können sie sogar streicheln. Wer sich das nicht traut, findet auch Federn zum Anfassen. „Ziel ist es, die Welt der Küken mit allen Sinnen zu entdecken“, sagt Widemann.

Gelb, aber auch orange und schwarz: Im Museum tummeln sich viele kleine Küken.

Die Eier werden von Hobby-Hühnerhaltern aus Freiburg und Umgebung „ausgeliehen“, erklärt der Ausstellungsleiter. Die Küken erblicken im Museum das Licht der Welt und bleiben dort, bis sie zu groß für die Glasskäfige werden. Dann werden sie zu ihrem Besitzer zurückgebracht. So unterstütze das Museum Natur und Mensch die Haltung von alten Rassen, wie beispielsweise dem Sundheimer – eine gefährdete Art, die in Baden gezüchtet wurde.

Auf Plakaten und an mehreren Stationen erfährt der Besucher viel über Eier und Leben von Hühnern. Zum Beispiel, wie viel Platz die Tiere in ökologischer Haltungen haben und was die Codes auf den Eiern im Supermarkt bedeuten.

Sollen Glück bringen: bunte mexikanische Konfettieier

Die Objekte werden im nächsten Ausstellungraum auch kulturell betrachtet. Es gibt mehr als nur Ostereier, lernt man da. Im Iran stehen bemalte Eier am Neujahrsfest für Fruchtbarkeit. In Mexiko sollen gefärbte Eier voller Konfetti Glück bringen. Genau diese Glückseier kann man bei einem Workshop zur Ausstellung basteln ( am 30. März, mehr Infos hier).

In einem weiteren Raum werden Eier aus der ganzen Tierwelt ausgestellt. Die große Neuheit des Jahres ist ein „naturgetreu nachgebildetes Straußenei-Gelege“, sagt Museumspädagoge Peter Geißler, während er ein Straußenei in die Hand nimmt. „Das sind die schwersten Eier der Welt“, erklärt er weiter, „30 Hühnereier passen in einem Straußenei rein!“ Neu ist auch, dass man an Familiennachmittagen Schmuck aus den Schalen von Straußeneiern machen kann – eine Tradition der Khoisan-Völkergruppen in Namibia.

Daneben sind Fisch-, Schildkröten- und sogar Dino-Eier zu sehen. Für die geduldigsten Besucher liegt der Höhepunkt der Ausstellung aber weiter hinten: In einem geschützten Glaskasten sind Eier aufbewahrt, aus denen bald Küken bald schlüpfen.

So schwer wie 30 Hühnereier: Straußeneier sind die große Neuheit der Ausstellung, erklärt Museumspädagoge Peter Geißler.

Infos:

Ausstellung: „Vom Ei zum Küken“
Geöffnet: bis zum 28. April 2019
Ort: Museum Natur und Mensch
Uhrzeiten: Dienstag bis Sonntag und Osterfeiertage, 10 bis 17 Uhr
Eintritt: frei bis 18 Jahre, dann 5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Im Netz: www.freiburg.de

Fotos: © Lucile Gagnière