Wohlfühlherbst – Cosy Kitchen – Herzhaft vegan Schlemmen & Sürpfeln | 27.10.2025

Linsen-Dal mit Mangold und Naan

Rein pflanzliches Seelenfutter mit saisonalen Zutaten: Aus Herbstgemüse, Beeren und Nüssen lassen sich ganz leicht deftige, bunte Gerichte zaubern. Clever zubereitet, mit aromatischen Gewürzen, schenken sie wohlig-wärmende Glücksmomente – und das ganz ohne Fleisch.

Linsen-Dal mit Mangold und Naan

Für 2 Portionen

Für das Dal

2 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
250 g bunter Mangold
1 EL Kokosöl
1 TL gemahlene Kurkuma
1/2–1 TL Chiliflocken
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
150 g rote Linsen
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
100–150 ml Gemüsebrühe
400 ml Kokosmilch
Salz & Pfeffer
Agavendicksaft
Koriander

Für das Naan

125 g Dinkelmehl
63 ml Pflanzendrink
38 g Soja-Joghurtalternative
4 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Olivenöl
¼ TL Salz
2 EL Kokosöl
2 TL Sesam

Den Ingwer und den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Mangold waschen und die Stiele in 1 cm große, die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden. Kleine Blätter für die Deko beiseitelegen.

Kokosöl in einem Topf erhitzen und Ingwer und Knoblauch darin bei milder Hitze anschwitzen. Mangoldstiele, Kurkuma, Chili, Kreuzkümmel und die Linsen dazugeben und alles 2–3 Minuten rösten. Tomaten dazugeben und die Gemüsebrühe angießen. Bei geschlossenem Deckel und milder Hitze köcheln, dabei immer wieder umrühren. Nach und nach die Kokosmilch hinzufügen, bis die Linsen gar sind. Das dauert circa 12 Minuten. Linsen mit Salz, Pfeffer und etwas Agavendicksaft abschmecken. Circa 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Mangoldblätter hinzufügen.

Alle Zutaten für das Naan, außer Kokosöl und Sesam, in einer Rührschüssel mit einem Löffel vermischen. Mit der Hand zu einem glatten Teig verkneten. Diesen zu zwei Kugeln formen und jeweils zu kleinen Fladen ausrollen. Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen, bis es etwas zu rauchen beginnt. Die Teigfladen von jeder Seite 1–2 Minuten backen, dann mit Sesam bestreuen.

Das Linsen-Dal in Schüsseln anrichten und mit Mangoldblättern und Koriander garnieren. Das Naan dazu servieren.

Kohlrabipäckchen mit Pinienkernen und Cranberrys

Kohlrabipäckchen mit Pinienkernen und Cranberrys

Für 4 Portionen

2–3 kleine Kohlrabi (500 g) mit ca. 16 schönen Blättern (siehe Tipp)
5 EL Öl
30 g kurze Fadennudeln
100 g Basmatireis
Salz
40 g Pinienkerne
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
je 2 Stiele glatte Petersilie, Dill und Minze
2 EL getrocknete Cranberrys
100 g veganer Frischkäse
1 gestrichener TL Hefeflocken
2 TL Ras el Hanout
Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone
frisch gemahlener Pfeffer
200 ml Gemüsebrühe
4 EL Soja-Joghurtalternative

Außerdem

ca. 12 Zahnstocher

Den Kohlrabi schälen und grob raspeln. Die Blätter waschen und abtrocknen. Die Stiele fein hacken. 1 EL Öl in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen und die Nudeln darin 1 Minute anbraten. Den Reis, 200 ml Wasser und ½ TL Salz zugeben und aufkochen. Abgedeckt bei niedrigster Temperatur 10 Minuten garen. Vom Herd nehmen und weitere 10 ­Minuten quellen lassen.

Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Die Kräuter waschen, trocken tupfen und ebenfalls fein hacken. Cranberrys und Pinienkerne grob hacken.

In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und ­Kohlrabistiele 5 Minuten dünsten. Vom Herd nehmen und mit Frischkäse, Hefeflocken, Pinienkernen, Cranberrys, Kräutern, Ras el Hanout, Zitronenabrieb und geraspeltem Kohlrabi zum Reis geben. Alles gut vermengen und mit Salz und reichlich Pfeffer abschmecken.

Je 1 1/2–2 EL Füllung auf die Kohlrabiblätter geben, die Blätter einrollen und mit Zahnstochern fixieren. Das restliche Öl in einem Bräter erhitzen und die Kohlrabipäckchen darin kurz rundum anbraten. Mit Brühe ablöschen und abgedeckt circa 20 Minuten schmoren.

Warm oder bei Zimmertemperatur mit Joghurt servieren.

Tipp

Kohlrabi wird in der Regel gerne ohne Blätter gekauft. Wenn also an den 2–3 Knollen nicht genügend schöne Blätter dran sein sollten, dürfen bestimmt ein paar von anderen Knollen abgemacht werden – einfach nachfragen.

Brombeerknödel mit Vanillesoße und Mohn-Zimt-Zucker

Brombeerknödel mit Vanillesoße und Mohn-Zimt-Zucker

Für die Vanillesoße

1 Vanilleschote
300 ml Pflanzendrink
30 g Speisestärke
30 g Zucker
1 Pck. Bourbonvanillezucker
1 Msp. gemahlene Kurkuma
200 ml Hafercreme Cuisine

Für 8 Knödel

550 g mehligkochende Kartoffeln
Salz
100 g Mehl
40 g Weichweizengrieß
20 g vegane Butter
1 TL Johannisbrotkernmehl
1 Bio-Zitrone
150 g Brombeeren
50 g Waldbeer- oder Himbeermarmelade
25 g Puderzucker
25 g gemahlener Mohn
1/2 TL Zimt

Vanilleschote auskratzen. Eine Hälfte des Vanillemarks für die Knödel beiseitestellen, die andere Hälfte mit 3 EL Pflanzendrink, Stärke, Zucker, Vanillezucker, Kurkuma und Salz verrühren. Restliche Pflanzenmilch mit der Hafercreme und der ausgekratzten Vanilleschote bei niedriger Temperatur erhitzen. Wenn die Milch kocht, die Speisestärkemischung unter Rühren zugeben und alles 1 Minute köcheln lassen. Abgedeckt erkalten lassen.

Für die Knödel die Kartoffeln waschen, schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Währenddessen Mehl, Grieß, Butter, Johannisbrotkernmehl, Zitronenabrieb, das restliche Vanillemark und 1 Prise Salz in eine Schüssel geben und zwischen den Fingern verreiben. Die Brombeeren behutsam mit der Marmelade mischen. Puderzucker, Mohn und Zimt verrühren.

Kartoffeln abgießen und durch eine Presse zur Mehlmischung drücken und alles zu einem Teig verkneten. Zu acht Kugeln formen. Jede Kugel in der Hand flach drücken, jeweils ein Achtel der Brombeeren in die Mitte geben und die Ränder um die Füllung zu einer Kugel zusammendrücken. Die Knödel in siedendem Salzwasser bei niedriger Temperatur 10–15 Minuten gar ziehen lassen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche kommen. Mit einem Schaumlöffel herausheben.

Die Knödel auf Teller setzen, mit etwas Vanillesoße beträufeln und mit Mohn-Zimt-Zucker bestreut servieren.

Cosy Kitchen Cover

Diese und weitere Rezepte gibt es hier:

Cosy Kitchen – Herzhaft vegan
von Annamaria Zinnau, Agnes Prus
Verlag: EMF
160 Seiten, Hardcover
Preis: 28 Euro

 

Fotos: © Annamaria Zinnau