Kinotipp: Doch das Böse gibt es nicht – Ganz gewöhnliche Menschen Kinonews | 03.11.2020 | Erika Weisser

Filmausschnitt Doch das Boese gibt es nicht

Heshmat ist ein vorbildlicher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er früh zur Arbeit auf. Doch wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vorstellen, einen anderen Menschen zu töten, trotzdem bekommt er den Befehl.Gibt es einen Ausweg für ihn?

Javad will seiner Freundin Nana einen Heiratsantrag machen. Doch dieser Tag hält für beide noch eine andere Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht praktizieren.

Als ihn seine Nichte Darya aus Deutschland besucht, offenbart er ihr den Grund dafür. Rasoulofs Episodenfilm erzählt Geschichten über Menschen, die vor existenziellen Herausforderungen stehen. Er stellt Fragen, wie integer ein Mensch in einem absoluten Regime bleiben, welche moralische Schuld er tragen kann, ohne zu zerbrechen. Und zu welchem Preis individuelle Freiheit bewahrt werden kann.

Goldener Bär, Gilde-Preis der AG Kino-Gilde und Preis der Ökumenischen Jury bei der Berlinale 2020.

Doch das Böse gibt es nicht
Iran 2020
Regie: Mohammad Rasoulof
Mit: Ehsan Mirhosseini, Kaveh Ahangaar u. a.
Verleih: Grandfilm
Laufzeit: 150 Minuten
Start: 5. November 2020

Foto: © Grandfilm