Voll von der Rolle: Berlinale in Freiburg Kinonews | 19.02.2020 | Erika Weisser

Berlinale im Koki Freiburg Filmcover

Vom 20. Februar bis 1. März wird Berlin wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Cineasten der Welt stehen: Dort finden, heuer bereits zum 70. Mal und unter ganz neuer Leitung, die Internationalen Filmfestspiele „Berlinale“ statt.

18 Filme gehen dieses Mal ins Rennen um den Goldenen (und natürlich auch die silbernen) Bären, darunter zwei deutsche Produktionen: Burhan Qurbanis Neuverfilmung von „Berlin, Alexanderplatz“ und Christian Petzolds Drama „Undine“ mit dem aus Freiburg stammenden Schauspieler Franz Rogowski. Dabei sind u.a. aber auch „Siberia“ mit Willem Dafoe von Abel Ferrara, „The Roads not Taken“ von Sally Potter oder der Schweizer Beitrag „Schwesterlein“ mit Nina Hoss und Lars Eidinger.

Ein Teil der insgesamt rund 340 zur Vorführung kommenden Filme schaue „auf die dunkle Seite des Menschen“, informierte Carlo Chatrian, der im Sommer 2019 zusammen mit Mariette Rissenbeek die künstlerische Leitung des Filmfestivals übernommen hat. Daneben gebe es aber auch Heiteres, wie etwa Matteo Garrones „Pinocchio“.

Und während sich in der Hauptstadt täglich Hunderte von Menschen in bis auf den letzten Platz besetzten Kinosälen drängeln, können sich Berlinale-Begeisterte im beschaulichen Freiburg der eher gemütlichen Variante hingeben: Im Kommunalen Kino läuft während des ganzen Monats „eine besondere Auswahl an Filmen und Preisträgern des vergangenen Jahrs“, wie Geschäftsführerin Neriman Bayram sagt. Dazu gehört der mitreißende Überraschungserfolg „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt; dieser mit dem Alfred-Bauer-Preis ausgezeichnete Film über ein in gar keinen Rahmen passendes Kind wird gleich dreimal gezeigt. Dazu gehört auch Pepa San Martíns „Rara“ über eine ungewöhnliche argentinische Familie.

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Foto: © Cine Global