CD-Rezi: Mama Magnet & EEEE (EP) Musik | 19.02.2024 | Till Neumann

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Der Tod des Freiburger Bassisten Emanuel Teschke alias EEEE im Jahr 2021 hat viele noch immer nicht losgelassen. Zu seinem Geburtstag hat das Kollektiv Mama Magnet um Drummer Frederik Heisler mit einem Release an ihn erinnert: Das Album EEEE bietet acht Songs, die Emanuel geschrieben hat.

Im Opener „Be nice to me“ wird schnell klar: Hier geht’s um handgemachte Musik mit Hang zum ­Groove. Gitarren, Drums, Bass und Bläser bilden das Gerüst für den Gesang von Maximilian Bischofberger.

Rockig, funkig, nerdig, verspielt kommt die Platte daher. Bei „Come Home“ könnte Wehmut aufkommen, wenn sich die Band im Finale hochschaukelt – und mit dem Track den Musiker und Weggefährten zurückwünscht.

Sanftere Töne stimmt „Poor Girl“ an. Stimme und Gitarre bereiten den Weg für eine smooth treibende Ballade mit einer flüsternd-traurigen Gitarre. Kein Zweifel, dass hier Virtuosen am Werk sind – genau wie EEEE einer war. Frederik Heisler bezeichnete ihn im chilli mal als „beängstigend gut“.

Funky nach vorne geht’s in „What We Need“. Der Bass macht genauso Druck wie die Horns. Da wünscht man sich, das live zu sehen. Vielleicht bei einem der Minifestivals in Erinnerung an EEEE? Die Platte wäre es wert, auf die Bühne gebracht zu werden.

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EEEE
Mama Magnet & EEEE (EP)
Indie
3 von 5 chilli-Schoten