Ein musikalisches Kaleidoskop – Das Freiburger ZMF startet ambitioniert in den 42. Jahrgang Musik | 06.06.2026 | Lars Bargmann
Die 42 ist die Antwort auf die ultimative Frage nach dem Leben, dem Universum und allem. Wer „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen hat, weiß das. Das Freiburger Zelt-Musik-Festival (ZMF) startet am 15. Juli in seine 42. Auflage. Und das Programm ist mithin die Antwort auf fast alles, was es in der Musik so an Richtungen gibt. Noch mehr Vielfalt in der Stadt der Vielfalt ist schwer.
Ein „Sommer voller Glücksmomente“ soll es werden, draußen vor den Toren der Stadt, in der Zeltlandschaft am Mundenhof. Beim Schreiben dieses Textes habe ich im Internet meinen Glückskeks des Tages aufgemacht. „Du bleibst nur, indem Du Dich wandelst. Du musst Dich verwandeln, um bleiben zu können“, steht dort. Passt sogar zum ZMF, das durch viele Höhen und Tiefen gehen musste, sich erst vom Verein in eine GmbH und nun in eine gemeinnützige GmbH verwandelt hat, ohne je Tausende Fans, Freunde, Supporter zu verlieren.
Sportfreunde Stiller. LaBrassBanda. Katie Melua. Meute. Till Brönner. Von wegen Lisbeth. Burning Spear. Razorlight. Die Programmmacher um Dieter Bös und Xhavit Hyseni haben ein – auf einem immer schwieriger werdenden Konzertmarkt – ambitioniertes Line-up in die Zelte gebracht. Und je tiefer man ins Programmheft einsteigt, umso querer – und queerer – geht es durch den musikalischen Gemüsegarten.
In dem auch Freiburger Gewächse nicht fehlen: Malaka Hostel bringen ihre Balkan-Beats mit, Bernd Lafrenz seine liebevolle Parodie von Romeo und Julia. André de Ridder, Generalmusikdirektor des Theater Freiburg, bringt mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg Britpop Orchestral auf die Bühne, das Freiburger Akkordeon Orchester ist bei einer musikalischen Spurensuche nach Astor Piazzola zu bestaunen.
DJ Rainer Trüby feiert auf dem ZMF 30 Jahre Root down – die Clubnight, die durchaus Legendenstatus hat. Und die deutsch-französische Hiphop-Band Zweierpasch – frisch gebackene Bundesverdienst-
kreuzträger – bringen die „Two-To-Tango-Tour“ auf die Bretter, die Freiburg vom 15. Juli bis zum 2. August bewegen.
Im größten Biergarten Freiburgs gibt es erstmals auch den ZMF art-spot, eine lebendige Pop-up-Galerie für bildende Künstler aus der regionalen Subkultur. Bei der traditionellen Matinee zeigen neben anderen die diesjährige ZMF-Preisträgerin Tabea Kind am Bass ihr Können und die Formation Spark, was Mann und Frau alles mit einer Blockflöte anstellen kann. Ja, mit der Blockflöte.
Foto: © Klaus Polkowski









