Geschmackspolizei: Der Sounddreck … zu Amore Musik | 29.11.2025 | Ralf Welteroth
Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen, vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Kommissar Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.
Es wurde schon immer viel Schindluder mit der Liebe, oder auch Amore, wie die Italo-Affinen hierzulande gerne sagen, getrieben. Was reimt sich eigentlich alles auf Amore? Klar, Tore. Und sonst? Amphore, Empore. Und, richtig: Lago Maggiore.
Das ist auch Gerhard Müller in den Sinn gekommen, der uns vor Längerem bereits unangenehm aufgefallen ist und deshalb in der Vergangenheit auch schon Gegenstand von Ermittlungen war. Sein „Amore, Amore-Lago Maggiore“ ist allein textlich mehr als nur fragwürdig:
„Endlich Wochenende, Du ich weiß was für uns zwei
Pack deine Sachen, Dann bist du mit dabei
Komm‘ wir fliehen heut‘ in die Sonne, fühlen uns mal wieder richtig frei
Amore Amore am Lago Maggiore, Amore Amore ein schönes Gefühl,
Amore Amore am Lago Maggiore, Amore Amore, das gibt uns so viel“
Um allerdings das kriminelle Ausmaß in seiner gesamten Tragweite erkennen zu können, sollte man sich wohl oder eher übel dieses Machwerk mit Ton und Bild zu Gemüte führen – zu finden auf einschlägigen Seiten im Darknet, Triggerwarnung unsererseits inklusive.
Die Austro-Pop-Band Wanda hat beispielhaft vorgemacht, wie es richtig geht: „Wenn jemand fragt wofür du stehst, sag für Amore“. Bologna – unsere Stadt.
Amore, amore!
Ihre Polizia di Gusto Maggiore








