Geschmackspolizei: Der Sounddreck … zur Fußball-WM und den Verunreinigten Staaten von Amerika Musik | 08.06.2026 | Ralf Welteroth

Geschmackspolizei

Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen, vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Kommissar Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.

Welch ein Land! Auch bekannt als The Land of the unbegrenzte Möglichkeiten. Nicht zu verwechseln mit Baden-Württemberg, dem Ländle der Kehrwoche und des Bausparvertrags! Oft geschmackssicher besungen – The 51st State of America, This is not America, Born in the USA vom echten und einzigen Boss Bruce Springsteen – da ist Donald Trump nur ein abgehalfterter Revolver- und Maulheld dagegen. Sein Spezi Kid Rock wäre der ideale Partner für ein Duett – zwei American Idiots!

1994, zur ersten Fußball-WM in den USA, veröffentlichte die Deutsche Fußballnationalmannschaft zusammen mit den Village People (ja, genau die!) den Song „Far away in America … we’re gonna make it, find the chance and take it, away in America, we’re gonna make it, get it out and shake it, you’re gonna fight for the light, make it come on and go, it’s alright, Far away in America!” Die Ermittlungen laufen immer noch.

Berti der „Terrier“ Vogts schweigt beharrlich, auch das Video dazu ist nichts für schwache Nerven. Die National-Hymnen sind in diesen Tagen und Wochen dann ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit. Der Text der amerikanischen Hymne „The Star-Spangled Banner“ wurde übrigens auf die Melodie eines bereits existierenden Trinkliedes gesetzt.

Cheers, wir sind dann mal far away in America!

Ihre GeschPo Freiburg