Geschmackspolizei: Der Sounddreck … zum Frühling Musik | 09.05.2026 | Ralf Welteroth
Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit über 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen, vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Kommissar Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.
Wir dürfen uns sowieso nie von unseren Gefühlen leiten lassen, selbst im Frühling nicht. Gerade nicht. MusikantInnen hingegen lassen sich sehr gerne von dieser Jahreszeit inspirieren, was nicht in jedem Fall Gutes verheißt. Ein großer Kriminalitätsschwerpunkt ist immer wieder das Frühlingsfest der Volksmusik, ein Stelldichein szenebekannter Wiederholungstäter ohne jegliches Unrechtsbewusstsein. Gerne auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, und damit von unser aller Gebühren finanziert, ausgestrahlt.
Der unschuldige Frühling wird hier auf niederträchtigste Art und Weise als Vehikel benutzt, um gefährliches Liedgut in Umlauf zu bringen und schwerste Straftaten zu begehen. Es gibt mittlerweile viele Ableger, Trittbrettfahrer und Nachahmer, wie zum Beispiel das Frühlingsfest der volkstümlichen Musik in der Stadthalle Ybbs! mit den Grübertalern und den Edelseern. Lichtblicke und kleine Erfolge sind trotz allem auch zu verzeichnen. So wurde jüngst auf unser Betreiben hin das 4.Volkstümliche Frühlingsfest in der Mehrzweckhalle Büchenbach/Roth mit Alexandra Schmied(„A Schmatzerl vom Schatzerl“) und „Stargast“ G.G. Anderson abgesagt (Wir haben dort kurzfristig „Bauarbeiten“ anberaumen lassen ). Auf den Frühling aber folgt der Sommer und darauf ein Herbst, das Winterfest der Volksmusik ist dann auch nicht mehr fern.
Sisyphusarbeit eben.
Es grüßen die Halbgötter der Geschmackspolizei










