Musik-Tipp: Rheinperlen Musik | 17.09.2025 | Philip Thomas
Was haben Heinrich Heine, Bayer Leverkusen und Zweierpasch gemeinsam? Sie haben den Rhein lyrisch verewigt. Im Falle der deutsch-französischen Hip-Hop-Band erst kürzlich und in Form der Single „Rheinperlen“. Und die glänzt als Liebeserklärung an die verbindende Kraft des Wassers über Grenzen hinweg.
Während der Beat mit entspannten Drums noch so vor sich hintröpfelt, hat Neumann-Zwilling Felix bereits den Wind in den Segeln und singt seiner Wahlheimat Straßburg ein Ständchen auf Französisch: „Dans mon port à l’est – havre d’espérance – Ma perle alsacienne, t’est ma petite France“. Abgelöst wird er von Pyro, der als Basler eine gewisse Autorität in Rhein-Angelegenheiten genießt, das gerappte Schweizerdeutsch mag mancher Hörer zuerst für Seemannsgarn halten. Beim zweiten Hören ist die Botschaft allerdings klar: „Zwei Wältkrieg häns nid geschafft uns usenand z bringe – Mr zeige Kannte geg dr Hass und sini Maschine“.
Als Freiburger muss sich Till Neumann ein paar Brücken zum Rhein bauen: „Sehe die Sachen klar immer wenn ich zur Mündung fließ – jede Klangwelle im Rhein wird meine Sinfonie.“ Das ist nicht Heine, aber auf jeden Fall poetischer als die Vereinshymne von Leverkusen.

Rheinperlen
Zweierpasch
Rap
4 von 5 Schoten









