„Sehr dankbar“ – Saxophonist Elia Hussain bekommt ZMF-Preis Musik | 22.07.2025 | Till Neumann

Elia-Hussain

Der Freiburger Saxophonist und Musikstudent Elia Hussain erhält im Juli den ZMF-Preis. Der 28-Jährige sieht die Auszeichnung als Startrampe. Auftreten wird er unter anderem mit seinem Bruder. Möglicherweise geht seine Karriere im Ausland weiter.

„Ich find´s krass und bin sehr dankbar“, sagt Elia Hussain zur Auszeichnung des Zelt-Musik-Festivals. Verliehen wird sie am Sonntag, 27. Juli, bei der ZMF-Preisträger-Matinee. Ab 12 Uhr tritt er dann mit dem Raschèr Saxophone Quartet auf. Mit dabei auch: sein Bruder Miran.

„Ich interpretiere den Preis als Start­rampe für Musiker. Das ist voll die Möglichkeit gerade für mich“, schwärmt Hussain. Der Freiburger ist in den letzten Zügen seines Bachelors an der Hochschule für Musik Freiburg in den Fächern Jazz-Saxophon und klassisches Saxophon. Aktiv ist er unter anderem mit der klimaaktivistischen No Future Band.

Rund 15 Minuten wird das Bühnenprogramm beim ZMF gehen. „In der Zeit würde ich gerne Eigenkompositionen spielen oder Songs, die einfach stark in die Richtung gehen“, sagt Hussain. Er verortet sich im Jazz. „Es kann aber auch viel Fusion sein, mit Teilen aus Klassik, aus Weltmusik, aus Soul und Funk.“ Inspirationsquellen sind zeitgenössischer Jazz von Ben Wendel oder Kenny Garrett. Sein erster großer Einfluss war aber eine Pop-Ikone: Michael Jackson.

Sein erstes Instrument war die Klarinette. Seine Mutter ist Geigenlehrerin. Auch Schlagzeug spielte er in jungen Jahren. Mit 14 wechselte er zum Alt-Saxophon und findet heute vermehrt in der Improvisation seine Heimat.

Nach dem Bachelor in Freiburg würde Hussain gerne einen Master machen. Vielleicht geht es dafür nach Norwegen oder Schweden. Eine Karriere schwebt ihm als freischaffender Künstler vor: „Für meine Zukunft wünsche ich mir viele Konzerte, Bandarbeit und Projekte, die guttun.“

3000 Euro Preisgeld für Hussain und das Raschèr Quartett stiftet die Landesbausparkasse Süd. Zudem verewigt der Offenburger Künstler Stefan Strumbel den Preisträger in einem Gemälde im Wert von rund 1500 Euro.

Foto: © Merlin Blumenschein