Pioniertat am Ortsrand: Gisinger baut in Ebnet doppelten Hybrid Bauen & Wohnen | 02.09.2020 | Lars Bargmann

Hybrid Hornbuehl unverbindliiche Visualisierung

Die Gisinger Gruppe wird auf dem Neubaugebiet Hornbühl-Ost im Freiburger Stadtteil Ebnet erstmals vier Gebäude in Holz-Hybrid-Bauweise erstellen und erstmals überhaupt in Freiburg wird für eine effiziente Energieversorgung eine photovoltaischthermische (PVT) Hybridanlage von der Badenova-Tochter Wärmeplus installiert.

Das auf Namen Sonnenquartett hörende Bauvorhaben hat einen Betonkern und Betondecken, Außen- und Innenwände sind aber aus Holz. „Ein spannendes Projekt, Holzhybride haben wir noch nie gebaut“, sagt Jörg Gisinger. 44 hochwertige Wohnungen wird es in den vier unterschiedlichen Häusern geben. Ein fünftes baut die Gisinger SF Bau schlüsselfertig für einen Landwirt.

Und auch dieses bekommt die innovative PVT-Technik. Die funktioniert so: Mit der Außenseite der PVT-Kollektoren (quasi ein Zwitter aus Solarmodul und Luft-Wärmeübertrager) wird Sonne in Strom umgewandelt. Die auf der Rückseite dabei entstehende Wärme, die ansonsten einfach verloren geht, wird mit einem Leitungsnetz aufgefangen und für den hocheffizienten Betrieb einer Wärmepumpe genutzt. Die wird mit dem tagsüber erzeugten und gespeicherten Solarstrom betrieben.

Die Wärme in den Häusern – auch das Warmwasser – wird somit Co2-neutral erzeugt. Das Projekt wird vom Innovationsfonds der Badenova mit knapp 150.000 Euro gefördert. Die innovative Bauart des PVT-Kollektors wurde vom Lörracher Unternehmen Consolar Solare Energiesysteme GmbH zusammen mit einem holländischen Partner entwickelt und 2017 mit dem Umwelttechnik-Preis für Energieeffizienz des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Ausgezeichnet dürfte für die Käufer auch der Ausblick aus den Häusern sein. Die Quadratmeterpreise sind indes noch nicht ausgezeichnet, weil Gisinger zunächst einen Unternehmer braucht, der profunde Erfahrungen mit Holz-Hybrid-Bauten hat. Das Investitionsvolumen für die vier Häuser in erster Reihe mit Panoramablick liegt bei 25 Millionen Euro.

Unverbindliche Visualisierung: Gisinger