»Eine gute Nachricht« – Remondis bleibt Partner der Abfallwirtschaft – 21 Millionen für Schule business im Breisgau | 02.08.2026 | Till Neumann

V.l.n.r.: Eckhard Vogt (Geschäftsführer Remondis Süd), Thomas Conzendorf (Vorstand Remondis SE), Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, Oberbürgermeister Martin Horn. V.l.n.r.: Eckhard Vogt (Geschäftsführer Remondis Süd), Thomas Conzendorf (Vorstand Remondis SE), Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit, Oberbürgermeister Martin Horn.

Sicherheit, Stabilität und Qualität. Das verspricht sich Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn von der erneuerten Partnerschaft der städtischen Abfallwirtschaft (ASF) mit Remondis. Nach einer europaweiten Ausschreibung bleibt damit fast alles beim Alten. Der 21-Millionen-Euro-Erlös des Deals kommt der neuen Schule am Tuniberg zugute.

Erst ein Teamfoto vor dem Gässleflitzer. Dann ein Statement mit Seltenheitsfaktor: „Ich freue mich, dass sich für viele wenig ändert.“ So formuliert es Oberbürgermeister Martin Horn Mitte Juni bei der Pressekonferenz zur erneuerten Partnerschaft mit Remondis. Das Unternehmen für Recycling, Service und Wasser ist seit zwei Dekaden bereits an der Seite der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH (ASF).

Die Zusammenarbeit wurde nun erneut besiegelt. Vorangegangen war eine europaweite Ausschreibung. Sie war nötig, um die Kooperation rechtssicher neu aufzustellen. In Zahlen heißt das: Remondis hat bisher 47 Prozent der ASF-Anteile gehalten. Und das bleibt so. Auch für Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit ist das eine tolle Nachricht: „ein herausragender Doppeldeal“.

Doppelt, da für die erneuerte Kooperation 21 Millionen in die Stadtkasse fließen. Die Summe wird zu 100 Prozent in die neue Schule am Tuniberg investiert, betont die Rathausspitze. 1200 Schüler·innen sollen dort an einer dreizügigen Gemeinschaftsschule und einem dreizügigen Gymnasium lernen. Die Bildungseinrichtung soll zudem eine Mensa sowie eine große Sporthalle bekommen. „Mit ihrem innovativen und flexiblen Konzept stärkt die Schule den Freiburger Westen und die Gemeinden am Tuniberg und schafft dringend benötigte Plätze an weiterführenden Schulen“, betont Buchheit.

Für die Bürgermeisterin ist die ASF herausragend: „Das funktioniert sehr gut, wir sind Spitzenreiter bei der Restmüllquote.“ Klappe die Abfallwirtschaft nicht, gebe es sofort Chaos. „Das sehen wir in anderen Städten“, so Buchheit. Rund 500 Menschen arbeiten bei der ASF. Die erneuerte Zusammenarbeit sieht sie auch als Sicherung dieser Arbeitsplätze. Mit Remondis komme internationale Expertise ins Haus. „Ein großer Partner“, lobt Buchheit.

Lob verteilte auch Remondis-Vorstand Thomas Conzendorf. „Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, doch die Menschen in der Abfallwirtschaft haben Applaus verdient.“ Die Verhandlungen mit der Stadt seien top gewesen: „Immer getragen von Fairness und Lösungsorientierung.“

Die ASF stehe gut da. In Sachen Klimafreundlichkeit sei sie auch mit Blick auf den Wasserstoffantrieb ganz vorn dabei. Auch die Kreislaufwirtschaft klappe hervorragend: „So manche Stadt in Deutschland schaut eifersüchtig auf die niedrigen Freiburger Abfallmengen.“ Er sieht hier viel Bewusstsein für nachhaltiges Handeln und Innovation. Die Synergien bei der Remondis-ASF-Kooperation seien daher groß.

Auch Horn lobt die ASF für „immer wieder Innovation“. Sie stehe für Sicherheit bei der Abfallwirtschaft, für Stabilität und hohe Qualität. Als Beispiele nennt er die Kehr Force One, die Gässleflitzer oder die Wasserstoff-Flotte der Stadtreinigung. Dass die Zusammenarbeit nun weitergehe, sei nicht langweilig, sondern eine gute Nachricht.

Hinter den Kulissen war die Ausschreibung harte Arbeit: Umweltbürgermeisterin Christine Buchheit berichtet von einer „dezernatsübergreifenden Mammutaufgabe“. Sie und Martin Horn versprechen den Bürger·innen: „Müllabfuhr und Stadtreinigung laufen auch künftig zuverlässig weiter.“ Der neue Bewirtschaftungsvertrag startet zum 1. Januar 2027.

Foto:© Patrick Seeger