Fast 1,3 Milliarden für Immobilien bezahlt – Freiburger Rathaus legt neue Zahlen für 2025 vor business im Breisgau | 24.05.2026 | Lars Bargmann
In Freiburg blätterten Käufer im vergangenen Jahr knapp 1,28 Milliarden Euro für 2349 Immobilien und Grundstücke auf den Tisch. Die höchste Summe seit Beginn der Datenerfassung – im Jahr 1975. Im Vorjahr waren es rund 910 Millionen.
2349 Kaufverträge hat der städtische Gutachterausschuss gesichtet. Nur wenn Verkäufer und Käufer im Ausland zum Notar gehen, was durchaus vorkommt, kriegen die Freiburger davon nichts mit. Neue Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser gab es in Freiburg und den Tuniberggemeinden sowie Hochdorf nur 14. Und nur sieben, auf denen Mehrfamilienhäuser gebaut werden können.
17 neue Reihenhäuser oder Doppelhaushälften fanden neue Besitzer und 51 gebrauchte (im Schnitt für knapp 720.000 Euro). Die 40 gebrauchten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten durchschnittlich mit 170 Quadratmeter Wohn- und 700 Quadratmetern Grundstücksfläche 632.190 Euro. Für eine der 14 verkauften Villen mit durchschnittlich 1200 Quadratmetern Grundstücks- und 315 Quadratmetern Wohnfläche mussten die Käufer 2,3 Millionen Euro auf den Tisch blättern.
Verkauft wurden im vergangenen Jahr in Freiburg 94 Mehrfamilienhäuser (Vorjahr: 87) sowie 152 neue und 1180 gebrauchte Eigentumswohnungen. Für gebrauchte Wohnungen im Stadtgebiet wurden im Schnitt 4987 Euro je Quadratmeter (2024: 4855 Euro) bezahlt – mit großen Unterschieden von Stadtteil zu Stadtteil.
Das gilt auch für den Neubau, wo in Opfingen 4900 Euro bezahlt wurden, in der Wiehre 8316 Euro. Dort zahlte ein Käufer übrigens sogar für einen gebrauchten Quadratmeter 11.340 Euro. „Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum immer noch eine der größten politischen Herausforderungen ist“, kommentierte Baubürgermeister Martin Haag. Dem Druck könne die Stadt mit neuen Baugebieten, allen voran Dietenbach, „entgegenwirken und so den Wohnungsmarkt entlasten“.
Einen rekordverdächtigen Verkauf im Bereich bezahlbares Wohnen gab es in Zähringen: Dort kostete der Quadratmeter in einer gebrauchten Wohnung rund 2000 Euro.
Nach jüngsten Zahlen fürs laufende Jahr sind die Immobilienpreise in Deutschland zwischen Januar und März um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dies zeigt der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Wohnimmobilien legten dabei mit 2,3 Prozent etwas stärker zu als Büro- und Einzelhandelsimmobilien mit 1,9 und 1,5 Prozent.
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