Rekordsumme bei neuen Krediten – Sparkassen-Kunden heben 792 Millionen Euro in bar ab business im Breisgau | 13.03.2026 | Lars Bargmann

Feiern 200 Jahre: Bernd Rigl, Philipp Plath, Lars Hopp und Daniel Zeiler (v.l.) Feiern 200 Jahre: Bernd Rigl, Philipp Plath, Lars Hopp und Daniel Zeiler (v.l.)

Ein gutes, ein ordentliches Jahr sei 2025 gewesen, sagte Daniel Zeiler, der Vorstandsvorsitzende der Freiburger Sparkasse bei der Bekanntgabe der wirtschaftlichen Bilanz Ende Februar. Ein Jahr mit Rekordzahlen bei neuen Krediten, aber auch mit einem leicht gesunkenen operativen Ergebnis (siehe Bilanz-Box).

Die Freiburger haben bei einer Bilanzsumme von nahezu unveränderten 8,379 Milliarden Euro 6,635 Milliarden im prall gefüllten Kreditbuch stehen, das sind 79 Prozent. Damit sind sie landesweit deutlich über dem Schnitt der Sparkassen (67 Prozent). Allein im vergangenen Jahr hat das Geldinstitut 1,632 Milliarden an neuen Krediten bewilligt. Mithin 6,53 Millionen Euro – pro Werktag. Ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von 42,8 Prozent. Ein „Rekordergebnis“, so Zeiler, der den langjährigen Vorstand Lars Hopp verabschiedete und seinen Nachfolger Philipp Plath begrüßte.

Das rasant gewachsene Kreditgeschäft geht aber nicht von den mittelständischen Unternehmen aus: Hier liegen die Kreditnachfragen und Zusagen auf „normalem Niveau“, erklärte Firmenkundenvorstand Bernd Rigl auf Nachfrage. Die Wohnbaukredite von Privaten stiegen um 106 auf 522 Millionen Euro. Rund 1,1 Milliarden wurden Kommunen, kommunalnahen und gewerblichen Unternehmen zugesprochen.

Auf der anderen Seite gingen die Kundeneinlagen leicht auf 6,187 Milliarden zurück. Der Wettbewerb um das Geld der Kundschaft geht auch an der Sparkasse nicht spurlos vorbei. 242 Millionen Euro, drei Millionen mehr als 2024, setzte die Sparkasse am Ende um. 174 Millionen kamen aus dem Zinsgeschäft, 68 aus den Provisionen, sechs mehr als im Vorjahr.

Auf der Kostenseite stehen 116 Millionen Euro, acht mehr als 2024. Zum einen, weil es der Bank gelang, 36 neue Beschäftigte (saldiert 10) zu akquirieren und damit nun 995 Lohntüten füllt sowie zusätzliche Tarifsteigerungen die Kosten auf 71 Millionen Euro erhöhten (im Schnitt also 71.350 Euro pro Kopf).

Zum anderen, weil der Sachaufwand auf 45 Millionen Euro wuchs – vor allem durch die fortschreitende Digitalisierung und die Investitionen in eigene Gebäude. Die größte ist die Modernisierung des Finanzzentrums in Emmendingen mit insgesamt 23 Millionen Euro.

Aus dem operativen Ergebnis von 125 Millionen Euro (Vorjahr: 131) fließen 73 Millionen ins Eigenkapital, nach Bewertungen bleiben 42 Millionen, 13 weniger als 2024. Und nach Steuern – insgesamt 34 Millionen, wovon die Hälfte als Gewerbesteuern an die Trägerkommunen ausgeschüttet wird – unterm Strich wie im Vorjahr 8 Millionen.

Die Risikolage sei weiter „entspannt“, sagte Zeiler. Zur Zahl der Kreditausfälle wollte er sich nicht konkret äußern. Die Risikovorsorge betrage jedenfalls 25 Millionen Euro, diese Summe sei aber „bei weitem“ nicht benötigt worden.

Benötigt haben die Kunden trotz aller steigenden Onlinezahlen auch Bargeld. Allein an den Geldautomaten hoben sie im vergangenen Jahr fast 792 Millionen Euro ab.

Bilanz-Box	2025 	Vgl. zu 2024

Bilanzsumme 	8,379 Mrd. 	+1 Mio.
Betr. Kundenvolumen*	16,475 Mrd. 	+ 664 Mio.
In Krediten 	6,635 Mrd. 	+440 Mio. 
In Einlagen 	6,187 Mrd. 	- 6 Mio.
Ertrag 	242 Mio.	+3 Mio.
– Aus Zinsen 	174 Mio.	-3 Mio.
– Aus Provisionen 	68 Mio. 	+6 Mio.
Personal- und Sachkosten 	116 Mio.	+8 Mio.
Operatives Ergebnis 	125 Mio. 	-6 Mio.
Ergebnis vor Steuern**	42 Mio.	-13 Mio.
Steuern 	34 Mio.	-17 Mio.
Überschuss 	8 Mio.	unverändert 
CIR*** 	49,8	+5,5 Punkte
Eigenkapital 	905 Mio.	+73 Mio.
Mitarbeitende 	995 	+10
Geschäftsstellen 	28	unverändert
*inkl. Wertpapiere **nach Reservenbildung und Wertberichtigungen
*** so viel Cent gibt die Bank für 1 Euro Ertrag aus

Foto: © Patrick Kunkel