Freiburger Rathaus erlässt „Betretungsverbot“: Öffentliche Orte bis zum 3. April gesperrt Gesundheit | 20.03.2020 | pt

Die Stadt Freiburg hat ein Aufenthaltsverbot für öffentliche Orte erlassen. Mit der Maßnahme will das Rathaus die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamen. Laut Stadtspitze steigen die Infektionszahlen „nach derzeitiger Lage massiv an.“

Ab Samstag dürfen Freiburgerinnen und Freiburger ihre Wohnung nur noch in dringenden Angelegenheiten verlassen. Wer sich im Freien aufhalten möchte, darf das zwar tun, allerdings nur alleine oder mit Personen, die im gleichen Haushalt leben. Dazu sollen sich Menschen im Freien einen Mindestabstand von 1,50 Metern halten. Freiburger können weiterhin zur Arbeit gehen, einen Arzt aufsuchen sowie Lebensmittel einkaufen. Die Beschränkungen gelten vorerst für zwei Wochen bis zum 3. April.

Leere Gassen: Bereits vor der Sperre kam das öffentliche Leben in Freiburg an vielen Ecken zum Erliegen.

Oberbürgermeister Martin Horn zu der Maßnahme: „Letztlich muss es doch darum gehen, eine Ausbreitung nachhaltig zu stoppen. Darum bin ich überzeugt, dass wir nun gemeinsam zurücktreten müssen. Lieber ein klarer Schnitt für kurze Zeit, als eine Verzögerung über Wochen und Monate. Es ist Zeit klar zu handeln.“ Die Entscheidung wurde im Gemeinderat einstimmig mitgetragen.

Fotos: © Jörg Franz