Buch-Tipp: Der Geschmack gelber Tomaten – Sabotage in der Agrarfabrik Kultur | 29.08.2026 | Erika Weisser
Der Geschmack
gelber Tomaten
In nicht allzu ferner Zukunft ist es in Freiburg und Umgebung so heiß, dass auf freier Fläche keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann. Der Anbau von Getreide, Rüben und anderen robusten Ackerfrüchten ist nur unter schützender Folie möglich, die sich in drei Metern Höhe über die Felder spannt.
Diese gehören zu staatlichen Agrarfabriken, die die öffentlichen Kantinen beliefern, die längst alle privaten Familienküchen und Gasthäuser abgelöst haben. Die zur Versorgung benötigten Kleingemüse wie Tomaten, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte werden in speziellen Pflanzentürmen gezüchtet – auf der Grundlage von Nährlösung.
In der Freiburger Agrarfabrik ist Hannelore Hellmann für den streng kontrollierten, wohltemperierten und perfekt auf den Lichtbedarf abgestimmten Pflanzenturm zuständig. Und durch Verwendung von richtiger Erde schafft sie es, mit ihrem Team genügend und sogar richtig schmackhaftes Gemüse zu erzeugen.
Alles funktioniert bestens – bis ein Saboteur ihr Werk zunichte macht. Seine Beweggründe bleiben lange im Dunkeln – die dystopische Geschichte entwickelt sich zu einem regelrechten Krimi mit Spurensuche in Hellmanns Vergangenheit.
Spannendes und sehr kenntnisreiches Debüt der Freiburger Autorin Hilda M. Jannsen.

Der Geschmack gelber Tomate
von Hilda M. Jannsen
Verlag: Books on Demand, 2026
218 Seiten, Paperback
Preis: 12 Euro









