Zusatzvorstellung: Hexenjagd im Crash Kultur | 08.02.2020 | herz

Das 1953 geschriebene Theaterstück „Hexenjagd“ von Arthur Miller hat bis heute nicht an Aktualität verloren. Die Geschichte zeichnet wahre Begebenheiten nach. Unter der Regie von Markus Schlüter haben die Studierenden der Freiburger Schauspielschule E-Werk das Stück inszeniert. Am 9. und 16. Februar finden zwei Aufführungen im Musikkeller des Crash statt, untermalt durch die Musik von Hannah Schwegler.

Ein Wald der neuenglischen Stadt Salem im Jahre 1692: Junge Mädchen tanzen und vollziehen ein Ritual, als sie von Pastor Parris entdeckt werden. Aus Angst vor Bestrafung erfinden sie Lügen, die sich irgendwann zum Selbstläufer entwickeln und in der Stadt zu einem Teufelswerk aufgebauscht werden. Plötzlich geht es um Aufruhr, Anarchie und Gotteslästerung. Die Mittel dagegen: Kerker und Todesstrafe.

Auch heute greifen die Mechanismen der Massenhysterie und des Fanatismus. Ängste – begründet oder unbegründet – schüren ein Klima, in dem sich Lügen und haltlose Behauptungen ungehindert ausbreiten können. So wird ein Nährboden für Hass, Anschuldigungen und Verfolgung geschaffen. Damit bleibt „Hexenjagd“ so relevant, wie schon vor 70 Jahren.

 

Hexenjagd
Wann? 9. und 16. Februar 2020, jeweils um 18 Uhr
Wo? CRASH Musikkeller
Karten: www.hexenjagd-freiburg.de oder telefonisch unter: 0761/38 11 91

 

Foto: © MiNZ & KUNST PHOTOGRAPHY