Bier-Innovationen von Waldhaus: Blauer Stern macht nicht blau Politik & Wirtschaft | 05.07.2020 | chilli

Gruppenfoto bei Brauerei Waldhaus

Die 1833 gegründete Privatbrauerei Waldhaus hat ihre Produktpalette in den vergangenen Jahren stark ausdifferenziert. Jetzt auch im alkoholfreien Segment.

Das bayerische Helle oder das obergärige, englische Pale Ale – die Schwarzwälder versuchen sich immer wieder an Kreationen, die in der Region eher unbekannt sind. Nicht ohne Erfolg: Das Waldhaus Hell 2019 wurde vom Genussmagazin „falstaff“ zum besten hellen Lagerbier Deutschlands gewählt und hat damit sogar die traditionellen, bayerischen Hell-Brauereien überholt. Frei übersetzt: SC gewinnt gegen FCB.

Jetzt haben die Bierbrauer aus Waldhaus – in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Brau- und Lebensmittelqualität in Weihenstephan – zwei weitere Bier-Innovationen kreiert: das Ohne Filter alkoholfrei und das Natur Radler alkoholfrei. „Unser Ziel war es, hochwertige alkoholfreie Biere mit dem typischen Waldhaus-Charakter einer filigranen Hopfennote herzustellen“, sagt Geschäftsführer Dieter Schmid. Dazu seien viele Blindverkostungen mit den Bieren von Mitbewerbern gemacht und viele verschiedene Varianten eingebraut worden.

Der Erste Braumeister Bernhard Vötter hat dafür einen völlig neuen Hefestamm eingesetzt, der nicht den gesamten Malzzucker vergärt, der beim Brauvorgang aus dem Malz gelöst wird: „So müssen wir dem Bier nachträglich keinen Alkohol entziehen und dadurch bleibt der ursprüngliche, natürliche Geschmack und die Frische des Bieres erhalten.“ Ein blauer Stern auf dem Etikett steht nun für die neuen alkoholfreien Biere. Sinniger wäre es vielleicht, wenn der blaue Stern das kennzeichnen würde, was auch blau macht.

Foto: © Brauerei Waldhaus