Volksbank wächst kräftig – Bilanzsumme knackt die 4-Milliarden-Grenze Wirtschaft | 16.03.2026 | Lars Bargmann
Das Volksbank-Vorstandsduo: Volker Spietenborg (l.)
und Stephan Heinisch
Die Freiburger Volksbank hat im vergangenen Jahr kräftig zugelegt: Die Bilanzsumme wuchs um 241 Millionen auf 4,122 Milliarden Euro. Das betreute Kundenvolumen legte um 417 Millionen auf 8,938 Milliarden zu. Das operative Ergebnis gab – nach dem Rekordjahr 2024 – leicht auf 42,4 Millionen Euro nach.
Stephan Heinisch und Volker Spietenborg kommen gut gelaunt zum Gespräch über die Bilanz. Geplant hatten sie für 2025 ein Bilanz-Wachstum von 2,7 Prozent, es sind 6,8 Prozent geworden. „Ein außergewöhnliches Wachstum“, sagt Heinisch. Es ist die erste Bilanz, die die beiden allein verantworten. Und ganz offenbar hat die Doppelspitze das Ausscheiden des langjährigen Vorstandssprechers Uwe Barth – und damit auch die Verkleinerung des Vorstands – ohne große Reibungsverluste gemeistert.
Die bilanziellen Kundeneinlagen stiegen um 130 Millionen auf nun 3,05 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss – die wichtigste Einnahmequelle – entwickelte sich ebenfalls positiv um 3,2 auf gut 73 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss gab indes leicht nach und beträgt nun 30,2 Millionen, im Vorjahr waren es 30,7 Millionen Euro. „Wir hatten zwar ein sehr starkes Wertpapierjahr, aber weniger Provisionen aus der Immobilienvermittlung und mussten auch mehr Provisionen an Dritte bezahlen, die uns Geschäft gebracht haben“, erzählt Vertriebsvorstand Spietenborg.
Der Trend steigender Zinsüberschüsse werde sich „verstetigen“, glaubt Finanzvorstand Heinisch, aber „die brauchen wir auch, um steigende Kosten zu kompensieren“. Der Personal- und Sachaufwand kletterte um 3,4 auf 60,9 Millionen Euro (siehe Bilanz-Box). Die Volksbank stellte im vergangenen Jahr 21 neue Mitarbeiter ein. Auch die IT werde weiter viel Geld verschlingen.
Auf der Neukreditseite stehen 375,7 Millionen Euro allein für den privaten Wohnungskauf zu Buche. 34,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Sowie neue gewerbliche Kredite über 244,1 Millionen Euro (2024: 204,2). Für Bauträger wurden dabei 63,7 Millionen Euro bereitgestellt, 18 Millionen mehr als im Vorjahr. Eine echte Trendwende auf dem Immobilienmarkt sieht das Vorstandsduo aber noch nicht, allenfalls eine positive Stabilisierung. Die Kreditausfälle, so Heinisch, seien „weiterhin unterdurchschnittlich gering“. Der durchschnittliche Wert der baden-württembergischen Volksbank läge bei 0,20 der Bilanzsumme: „Wir sind deutlich drunter.“
Spietenborg betont erneut, dass die Volksbank eine mehrfach „ausgezeichnete Beraterbank“ ist und verweist auf erneute Siege im CityContest von FOCUS-MONEY. Und auch ein top Arbeitgeber: „Wenn bei einer internen Feedback-Umfrage 93 Prozent der Mitarbeitenden ihre Zufriedenheit mit ihren Führungskräften ausdrücken, zeigt das etwas.“
„Unsere Ergebnisse für 2025 zeigen eindrucksvoll, wie stabil und leistungsfähig wir aufgestellt sind“, sagt Heinisch. Mit einer Bilanzsumme von über vier Milliarden Euro, einem starken Teilbetriebsergebnis und weiter steigendem Eigenkapital verfüge die Bank über eine robuste Basis, um die Kundschaft weiter mit Krediten zu versorgen.

Foto: © Volksbank Freiburg










