CD-Rezi: „Not A Party At All“ von Lamps & Wolves Kultur | 17.03.2021 | lun

Lambs-and-Wolves-cover

„Not a party at all“ – so heißt das fünfte Album des Freiburger Indie-Folk-Trios Lambs & Wolves. Der Name ist Programm, im positiven Sinn: Leicht melancholische -Melodien sorgen stattdessen für einen friedlichen Sonntagnachmittags-Vibe. Die Platte wirkt dabei angenehm puristisch und überzeugt mit genretypisch klaren Gitarrenriffs und sanften Vocals, hier und da gewürzt mit Klavier, Drums und Mundharmonika.

Geschrieben auf dem winterlich kalten Dachboden von Sänger und Pianist Julian Tröndle, strahlt das Album dennoch Wärme aus. Keiner der zehn Songs hat Ohrwurmcharakter, dafür ist die Platte auffallend kurzweilig und harmonisch. Ein Titel geht fast nahtlos in den nächsten über. „Wir wollten ein geduldiges, unprätentiöses Folk-Album schreiben, das sich nicht aufdrängt, sondern sich Schicht um Schicht enthüllt“, so Tröndle.

Große Überraschungen enthüllt das Album zwar nicht, aber es ist bodenständig und authentisch. Es geht um Vergänglichkeit, Entfremdung und Beziehungen. Welche Botschaften sich genau hinter den Lyrics verbergen, wird dabei ganz bewusst der Fantasie der Zuhörenden überlassen. Wenn Corona es zulässt, sind Lambs & Wolves Anfang April auf Deutschlandtour und am 10. April im Swamp in Freiburg zu erleben.

Lambs-and-Wolves-cover

Lamps & Wolves
Not A Party At All
Indie-Folk

4 von 5 chilli-Schoten