Spirale der Gewalt – Erschütternd, komisch und grotesk Freizeit | 12.09.2024 | Marianne Ambs

Vier Menschen sitzen auf Stühlen

Heinrich von Kleists erstes Drama „Familie Schroffenstein“ ist eine Familiengeschichte, zugleich eine Rittergeschichte, eine Liebesgeschichte und eine mythologische Geschichte: ein wüstes, welthaltiges Werk, das zwischen Pathos und Küchenrealismus, Tragödie und grotesker Komik oszilliert.

Die Familie Schroffenstein besteht aus zwei Stämmen, dem Hause Rossitz und dem Hause Warwand, die seit Urzeiten verbunden sind durch einen Erb­vertrag. Dieser regelt, dass beim Aussterben einer der beiden Linien die andere den gesamten Besitz erbt. Doch was die Familie zusammenhalten soll, spaltet sie stattdessen: Ungeklärte Todesfälle stiften gegenseitiges Misstrauen – eine Spirale der Gewalt beginnt.

Erschütternd, komisch und grotesk
Kleines Haus, Theater Freiburg
Sa., 14. September, 20 Uhr und So., 22. September, 19 Uhr
www.theater.freiburg.de

Foto: © Theater Freiburg