Buch-Tipp: Entscheidung in Spanien – Chronik eines Scheiterns Kultur | 14.08.2026 | Erika Weisser
Entscheidung in
Spanien
Es geschah vor 90 Jahren: Am 17. Juli 1936 erhoben sich antirepublikanische Militärs unter der Leitung von Francisco Franco und anderen rechtsgerichteten Generälen gegen die im Februar demokratisch gewählte Volksfront-Regierung der Zweiten Republik Spaniens.
Der Putsch gelang nicht auf Anhieb, er führte in einen Bürgerkrieg, der bis 1. April 1939 dauerte und schließlich in eine 36 Jahre währende faschistische Diktatur mündete. Denn die Aufständischen trafen auf Widerstand, insbesondere in Madrid und Barcelona. Zwar waren die Verteidiger der Demokratie den von Hitler und Mussolini unterstützten Putschisten militärisch weit unterlegen, doch sie fanden bald internationale Unterstützung: Aus ganz Europa kamen Frauen und Männer in das gespaltene Land und bildeten bewaffnete Brigaden. Viele Politiker wie Willy Brandt waren darunter, aber auch Literaten und Reporter wie Robert Capa, George Orwell, Ernest Hemingway und kurzfristig auch Erika und Klaus Mann. Sie sorgten dafür, dass die Weltöffentlichkeit auf das gnadenlose Morden aufmerksam wurde.
Paul Ingendaay, langjähriger Spanien-Korrespondent der FAZ, legt nun eine sorgfältig recherchierte Chronik des Scheiterns der Demokratie vor, die sich so literarisch liest wie ein Roman.

Entscheidung in
Spanien
Entscheidung in Spanien
von Paul Ingendaay
Verlag: C.H.Beck, 2026
352 Seiten, gebunden
Preis: 28 Euro









