„Komische Zufallsgeschichte“: Vier Fragen an Falk Schönfelder von weit.Filmmusik.live Kultur | 02.07.2018 | Till Neumann

Der Freiburger Film „Weit“ ist die erfolgreichste Doku des Jahres 2017. Die Musik dazu hat auch Falk Schönfelder komponiert. Der 29-Jährige erzählt im Interview mit Till Neumann von einer gefeierten Tournee und zwei schicksalhaften Begegnungen.

Falk, ihr wart gerade auf Tournee. Wie war’s?
Super. Wir fünf haben 20 Konzerte gespielt. Das ist anstrengend, aber es gab viel positive Resonanz. Das Publikum war bunt gemischt, die Show hat voll eingeschlagen. Die Leute sind wegen des Films gekommen und haben wegen der Musik gejubelt. Im November könnte es eine Fortsetzung geben.

Wie kam’s, dass ihr die Weit-Musik gemacht habt?
Das ist eine komische Zufallsgeschichte rund um den Globus. Anselm hat 2014 bei einer Weltreise mit seiner Freundin die Filmemacher Gwen und Patrick kennengelernt. Ein paar Wochen später haben sie durch Zufall meinen Kumpel Isaac in Indien am Strand getroffen. Er hat ein bisschen Gitarre für sie gespielt. Drei Jahre später haben sie uns angerufen, ob wir was komponieren können für ihren „Weit“.

Und ihr habt spontan zugesagt?
Ja, das Timing hat gepasst. Wir waren zwei Wochen im Studio, haben komponiert und aufgenommen. Wir hatten nur Sequenzen des Films, aber unsere Musik hat Gwen und Patrick auf Anhieb gefallen.

Und dann ging der Film durch die Decke …
Ja, über Nacht war es ein Riesenerfolg. Auch bei uns kam immer mehr Resonanz. Erst haben wir die Stücke auf Bandcamp gestellt. Eines Morgens kam mir die Idee: Wir sollten das live spielen. Also haben wir die Tour vorbereitet.

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