In Straßen, Kneipen und Sälen – Das Freiburger Jazzfestival geht nach den Sommerferien über viele Bühnen Musik | 15.09.2026 | Erika Weisser
Sonic Interventions
Jazzbegeisterte können sich auf das Ende der Sommerferien freuen: Wenige Tage danach, am 19. September, startet das Freiburger Jazzfestival und läutet die neue Konzertsaison ein. Neun Tage lang wird im E-Werk, im Jazzhaus und an einigen anderen Hot-Spots die ganze Bandbreite dieser kultigen und zugleich facettenreichen Musikrichtung erlebbar – von Standards zu experimentellen Sounds, von regionalen bis internationalen Formationen, von neuen Talenten bis Weltklasse-Jazzern.
Die feierliche Eröffnung des Festivals findet zwar erst am 20. September mit dem französischen Kontrabass-Virtuosen Renaud Garcia-Fons und seiner Band im Jazzhaus statt. Doch schon am Samstag geht̓s eigentlich los: auf der Straße und in Kneipen – dort, wo der Jazz einst entstand. Ab 11 Uhr flaniert die Funky Marching Band der Freiburger Jazz- und Rockschulen vom Martinstor aus durch die Innenstadt, verwandelt Gassen und Plätze in kleine Bühnen und lädt mit zwischen New-Orleans-Jazz und Funk angesiedeltem Sound zum Mitflanieren und Tanzen ein.

Wolfgang Haffner
Schon seit Jahren macht die Funky Marching Band den Auftakt zu einer „Mini-Gipfel“ genannten Kneipentour mit Bands der regionalen Szene durch Lokale im Stühlinger, im Sedanviertel und im Grün – und erstmals auch an der Haslacher Straße. Die Tour, zu der es einen ziemlich günstigen Minigipfel-Pass gibt, beginnt um 21.30 Uhr nach einem Konzert im Jazzhaus mit dem Freiburger Linus-Rebmann-Trio, das Eigenkompositionen und kreative Neuinterpretationen bekannter Standards auf die Bühne bringt. Dieses Trio, sagen die Veranstalter, sei „eine junge Formation, die mit ihrem erfrischend innovativen und zugleich tief verwurzelten Jazzverständnis begeistert“.

Marja Burchard
Zuvor gibt es – kostenlos und draußen – beim neuen Kulturkiosk auf dem Stühlinger Kirchplatz schon einmal eine Einstimmung mit dem Freiburger Vocal-Jazz-Ensemble Ayana Rosenbaum Trio. Wie lange der Abend geht, ist ungewiss – die letzte Lokalrunde beginnt um 23.30 Uhr. Und am Sonntag kann man ausschlafen: Da gibt es erst abends um acht das Eröffnungskonzert „Blue Maqam“ mit den Special Guests Renaud & Solea Garcia-Fons und ihren Mitmusikern Stéphan Caracci und Jean-Luc Di Fraya.
Am Montag startet dann die zehnte Ausgabe des biennal stattfindenden dreitägigen internationalen Jazzhaus-Piano-Wettbewerbs – zum Andenken an den legendären Freiburger Jazzmusiker Waldi Heidepriem. Den Erstplatzierten winkt ein Preisgeld von 3000 Euro; in der Finalrunde am Mittwoch haben dann auch Menschen aus dem Publikum die Chance, ihr Votum abzugeben. Immerhin hat das Publikum gegenüber der Jury ein Stimmrecht von 40 Prozent.

Sorvina
Auch während der Wettbewerbstage gehen die Konzerte weiter – unter anderem mit Wolfgang Haffner, den Sonic Interventions, Marja Burchard und Sorvina. Sie beschließt das Festival am 27. September – nach dem nachmittäglichen „Jazz am Berg“ auf dem Schlossberg.









