»Wir sind keine Bank« – Wie die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau ihren 200. Geburtstag feiert Wirtschaft | 13.02.2026 | Lars Bargmann
Vor der Jubiläums-Tram (v. l. n. r.): Michael Schmieder, Lars Hopp, Daniel Zeiler, Bernd Rigl, Martin Horn, Stefan Schlatterer und Annika Reinke von der Unternehmenskommunikation.
Nächster Halt: 200 Jahre Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Mit einer durchaus ungewöhnlichen Pressekonferenz in einer Jubi-Tram startete der Sparkassenvorstand ins Jubiläumsjahr 2026. Mit an Bord: Die Oberbürgermeister aus Freiburg, Emmendingen und Waldkirch. Und zwei Dutzend Journalisten.
Und los geht die mittelwilde Fahrt. Daniel Zeiler, der Vorstandsvorsitzende, erzählte am Mikro von den Anfängen der Sparkasse, die der Jesuit Heinrich Sautier mit der Gründung einer Stiftung initiiert hatte und die am 16. Oktober 1826 dann gegründet wurde. Von den ersten „Wohnzimmer-Geschäftsstellen“ bei den Kassierern bis hin zum weltweiten Onlinebanking.
Durch mehrere Fusionen wurden in den vergangenen 50 Jahren aus den fünf Sparkassen in Elzach, Waldkirch, Kenzingen, Emmendingen und Freiburg eine. Und die feiert sich selbst und ihre Kundschaft das ganze Jahr hindurch mit Aktionen.
200.000 Euro extra gibt es heuer etwa für Vereine. Damit erhöht sich das Budget fürs gesellschaftliche Engagement auf 2,2 Millionen Euro. „Dieses Geld bewirkt in der Region wirklich was“, sagte Martin Horn. Der Verwaltungsratsvorsitzende lobte den Vorstand mit Zeiler, Bernd Rigl und Lars Hopp nebenbei auch für „hervorragende“ Bilanzergebnisse. Die Sparkasse hatte zuletzt eine Bilanzsumme von 8,4 Milliarden Euro, betreut für 208.000 private und 20.000 gewerbliche Kunden ein Volumen in Höhe von 15,8 Milliarden und erwirtschaftete operativ vor Steuern und Wertberichtigungen 129 Millionen Euro. Träger der Sparkasse sind 35 Städte und Gemeinden.

OB Horn, Daniel Zeiler, Stefan Schlatterer und Bernd Rigl in der Tram.
Stefan Schlatterer, OB von Emmendingen, erzählte von der Fusion der Sparkassen in Emmendingen und Kenzingen vor 50 Jahren und freute sich darüber, dass die Sparkasse aktuell 23 Millionen Euro in die Emmendinger Filiale steckt: „Das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Sein Waldkircher Pendant Michael Schmieder sagte am Wendepunkt der Tram in Zähringen, dass die Sparkasse „mehr als ein Finanzpartner“ sei, sie sei der „Rückenwind fürs Ehrenamt“. Und ohne dieses Engagement „wäre unsere Region weniger bunt, weniger stark und weniger zukunftsfähig“.
Im Mittelpunkt der Jubiläumskampagne steht der Slogan „Sehen, was wirklich zählt.“ Und den haben die Sparkässler durchaus gewitzt inszeniert: Mit einer speziellen Jubi-Brille (oder dem Smartphone) lassen sich die zehn thematisch gefassten Jubel-Motive quasi durchschauen. „Sie zeigen, wie die Sparkasse das vielfältige Engagement der Menschen aus der Region unterstützt und voranbringt“, sagte Zeiler am Ende der Fahrt: „Wir sind keine Bank, wir sind die Sparkasse.“ Endstation Finanz-Zentrum an der Kajo.










