Boden mit Kuschelfaktor: Warum das Einrichtungshaus Oschwald auf Teppichböden setzt 4family | 03.04.2018 | Tanja Senn

Belastbar, schadstofffrei, gut für das Raumklima – den richtigen Bodenbelag für das Kinderzimmer zu finden, ist oft gar nicht einfach. Gerade bei Kleinkindern, die sich noch viel auf dem Boden aufhalten, sind die Ansprüche hoch. Dirk Oschwald (42) vom Einrichtungshaus Oschwald in Waldkirch, hat findefuchs-Redakteurin Tanja Bruckert verraten, worauf es bei der Wahl ankommt.

B. Zettis findefuchs: Teppichboden im Kinderzimmer wird ja oft kritisch gesehen, weil viele Böden Weichmacher enthalten oder Schadstoffe ausdünsten. Auf was müssen Eltern da achten?
Oschwald: Unsere Teppichböden sind alle frei von chemischen Zusätzen und deswegen besonders gut für Kinderzimmer geeignet. Gerade Kinder im Krabbelalter können Schadstoffe aus dem Boden aufnehmen, weshalb wir nur reines Naturmaterial verwenden – sowohl in der Trägerschicht als auch in der Verklebung. Etwas ganz Besonderes ist etwa un-sere Kollektion geysira: Teppiche aus hundert Prozent Islandwolle, die im Dampf der Geysire gewaschen wurden und auch nicht eingefärbt sind. Die Farbe des Teppichs entspricht dann eben der der Schafe.

findefuchs: Bieten Qualitätssiegel eine Möglichkeit, gute von schlechten Teppichböden zu unterscheiden?
Oschwald: Siegel ist leider nicht gleich Siegel. Hier sollte man darauf achten, was genau untersucht wurde. Wir selbst setzen auf das IBR-Prüfsiegel, mit dem Produkte ausgezeichnet werden, die umweltschonend erzeugt werden und gesundheitlich unbedenklich sind.

findefuchs: Sollten Eltern lieber die Finger vom Teppichboden lassen, wenn ihre Kinder empfindlich auf Hausstaub reagieren?
Oschwald: Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dabei gilt genau das Gegenteil: Teppichböden binden den Staub und sind für Allergiker daher viel besser geeignet. Viele wollen heutzutage auch keine Teppiche mehr, weil sie als unhygienisch gelten, dabei gilt auch hier, dass Wollteppiche sehr pflegeleicht sind und nicht so schnell verschmutzen. Auch für das Wohn- und Raumklima sind sie besser als jeder andere Bodenbelag, weil sie Feuchtigkeit binden und eine warme Atmosphäre ausstrahlen. Und der Kuschelfaktor ist beim Teppichboden eben unübertroffen.

findefuchs: Im Trend liegen ja gerade auch Vinylböden – sind diese auch eine Alternative fürs Kinderzimmer?
Oschwald: Vinyl ist sehr beliebt, weil es so robust ist. Wir empfehlen es daher etwa für Arztpraxen oder Gewerberäume. Für Kinderzimmer sind Vinylböden jedoch weniger geeignet: Da es sich hier um keinen Naturstoff handelt, sind im Vinyl oft chemische Zusätze zu finden. Wir machen gerade die Erfahrung, dass der Trend eher hin zu natürlichen Materialien geht. Unsere Kunden möchten genau wissen, woher ihr Bodenbelag kommt und was drin ist. Daher kontrollieren wir bei unserer Eigenmarke den gesamten Produktionsverlauf – vom Design über die Verarbeitung bis hin zur Herkunft der Materialien.

Info
Oschwald ABC der Wohnidee
Rudolf-Blessing-Str. 7
79183 Waldkirch
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 – 12.30 & 14.30 – 18.30 Uhr, Samstag 9 – 13 Uhr
www.oschwaldkirch.de

Clever einrichten

Vier Tipps für Kinderzimmer zum Wohlfühlen

Das Kinderzimmer ist Rückzugsort, Spielplatz, Schlafstätte und Treffpunkt in einem – und seine Einrichtung daher eine besondere Herausforderung. B. Zettis findefuchs hat einige Tipps gesammelt, wie das Kinderzimmer zur Wohlfühloase wird.

1. Vor neugierigen Blicken schützen
Offene Regale sparsam einsetzen: Hat das Kind zu viel Spielzeug im Blick, verführt das dazu, immer wieder neue Spiele aus den Regalen zu reißen. Damit man sich beim Spielen auf eine Sache konzentrieren kann, gehört in die Regale nur ein übersichtliches Angebot. Weiterer Vorteil: Hinter Schranktüren oder in blickdichten Boxen lässt es sich besser verbergen, wenn es mal nicht ganz so ordentlich ist.

2. Aufräumen leicht gemacht
Wo kommen noch mal die Legosteine hin und welcher Platz ist für die Puppen? Bilder helfen kleinen Kindern, selbstständig Ordnung zu halten. Dafür Schachteln, Boxen, Regalbretter oder Schränke mit Bildern des Spielzeugs versehen, damit Matchautos & Co. einfach verstaut werden können.

3. Nach oben bauen
Gerade bei kleinen Räumen gilt es, auch die Höhe zu nutzen. Eine tolle Möglichkeit dafür ist ein Hochbett, unter dem noch ein Schrank oder ein Schreibtisch Platz hat. Und auch der Platz unter einem normalen Bett lässt sich mit Hilfe eines Bettkastens nutzen. Praktisch sind auch von der Decke hängende Sitzsäcke, die sich nicht nur für den Mittagsschlaf eignen, sondern in denen auch die Kuscheltiere Platz haben.

4. Einfach umdekorieren

Im einen Jahr sind Einhörner total angesagt, im nächsten sind es Superhelden. Statt die Wände Jahr für Jahr wieder mühevoll mit Fantasiewesen zu bemalen, kann man dem Kinderzimmer mit Wandaufklebern ganz einfach eine individuelle Note geben. Tiermotive, Blumen, Fahrzeuge oder Feen – die Auswahl ist groß, und wenn die Sticker nicht mehr gefallen, lassen sie sich meist ohne Rückstände wieder abziehen.

Wer es individueller mag: Auch bunte Tapetenreste lassen sich für die Kinderzimmerdekoration nutzen. Für einen Tapetenbaum werden etwa Stamm und Äste auf die Wand aufgemalt und dann aus Tapeten ausgeschnittene Blätter mit Kleister aufgeklebt. 

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