4Musik

Platte des Monats: „2022“ von Galv

30.11.2022 | Till Neumann

Der Rapper Galv aus Rottweil hat einiges auf dem Kerbholz: Seit Jahren releast er Platten, auch mal auf Spanisch, und glänzt bei Battles mit fiesen Lines. mehr »

CD-Rezi: „Come a little closer“ von Raw Sienna

29.11.2022 | Pascal Lienhard

Mit „Come a little closer“ haben die Freiburger von Raw Sienna unlängst ihren dritten Release des Jahres auf den Markt geworfen. mehr »

Punk-Supergroup: 3 Fragen an Gabriel Bechler

26.11.2022 | Pascal Lienhard

Casually Dressed, Redensart, Deserteur Schumann, Cats on Mopeds – die Liste der Bands, in denen die Musiker·innen der Freiburger Formation Scheitern spielen oder gespielt haben, ist lang. mehr »

Tanzen statt trauern – El Flecha Negra veröffentlicht „Renacer“

23.11.2022 | Till Neumann

Latinosound zum Feiern. Das liefert die Freiburger Band „El Flecha Negra“. Jetzt haben die sechs Musiker aus Lateinamerika ihr drittes Album veröffentlicht. mehr »

Ein Desaster, viele Faktoren – Kommentar zum Wirbel um die Musikerinitiative Multicore

21.11.2022 | Till Neumann

Stattliche 90.000 Euro hat der Verein Multicore für das Reboot-Festival im Sommer bekommen. Das Geld hat das Kollektiv – man kann es nicht anders sagen – in den Sand gesetzt. mehr »

CD-Rezi: „Toxisch“ von Tizian Hugo

12.11.2022 | Pascal Lienhard

Eingefleischten RTL-Schauern dürfte Tizian Hugo ein Begriff sein. Als Teilnehmer der diesjährigen 19. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ schaffte es der Kenzinger bis ins Recall der bekannten Casting-Show. Mit „Toxisch“ veröffentlicht der 23-Jährige jetzt seine erste Single inklusive Musikvideo.

Musikalisch bewegt sich die Nummer irgendwo zwischen Pop und Hip-Hop. Das Ergebnis überzeugt allerdings nur bedingt. Zwar geht der Refrain gut ins Ohr und könnte so auch fast im Radio laufen. Ansonsten bleibt von „Toxisch“ aber leider wenig hängen. Dem Song fehlt es am gewissen Etwas, um Hörer·innen wirklich zu catchen.

Im Musikvideo zu „Toxisch“ bleibt der Musiker seiner Heimatregion treu. In diesem ist Hugo unter anderem auf einem Berg über Freiburg zu sehen. Abseits dessen arbeitet der Künstler weiter an seiner Karriere – und das natürlich auch abseits des Breisgaus. Nicht zuletzt ist der Kenzinger auf dem Streamingportal RTL+ in einer Show mit Pietro Lombardi zu sehen. In dieser sucht Lombardi, der unter anderem als Sieger der 2011 ausgestrahlten achten Staffel von DSDS hervorging, nach einem neuen Talent.

Toxisch Tizian Hugo

Tizian Hugo 
Toxisch
Single – Pop

2 von 5 chilli-Schoten

CD-Rezi: „Words like Bullets“ von Vex

11.11.2022 | Pascal Lienhard

Metal, der in die Beine geht. Besser kann man die neue Single von Vex kaum beschreiben. Auf „Words like Bullets“ serviert das Quartett aus Hausach (Ortenaukreis) einen knallenden Mix aus Gesang, Gitarre, Drums, Bass – und coolen Grooves.

Es ist ein ziemlich individueller Stil, den Vex hier präsentieren. Die Band hat mit „Got my Friends, Beer and a Party“ 2015 und „Golden Times“ 2019 bereits zwei Longplayer auf den Markt gehauen. Gerade ist der dritte Streich erschienen. Nach der Single „Talking with the dead Ones“ war „Words like Bullets“ der zweite Release des Jahres. Produziert wurde der Track in den InLine Audio Studios in Kappelrodeck. Der Sound, den das Quartett auf seiner neuen Single präsentiert, erinnert an Bands des härteren Spektrums, jedoch ohne wie ein lauwarmer Aufguss zu wirken. Mit dem Style könnte es der Combo gelingen, auch Hörer*innen zu erreichen, die mit Metal normalerweise nicht viel am Hut haben.

Ihren Stil beschreiben Vex als Mix aus Metal und Hardcore mit einer ganzen Menge an Groove. Ergo: Groovecore. Egal, was man von solchen Labels nun halten mag: „Words like Bullets“ macht Bock.

Vex Words like Bullets

Vex
Words like Bullets

Single – Groovecore
4 von 5 chilli-Schoten

CD-Rezi: „Clarity“ von Seven Purple Tigers

10.11.2022 | Pascal Lienhard

Die Seven Purple Tigers sind eine internationale Band, wie sie im Buche steht: Die deutsch-amerikanische Indie-Gruppe haben Sänger Austin Horn und Gitarrist Phil Dyszy 2015 im polnischen Krakau gegründet. Seitdem liefert sie ihren ganz eigenen Sound, der irgendwo zwischen Pop und Rock angesiedelt, aber immer offen für andere Einflüsse ist. Das Ergebnis ist oft tanzbar. mehr »

„Krasses Experiment“: 3 Fragen an DJ Twyce

08.11.2022 | Till Neumann

Elektro und HipHop prallen aufeinander. Das ist die Idee der neuen Partyreihe „Bars & Drops“ im Jazzhaus Freiburg. Auftakt war Ende September. Jeden letzten Freitag im Monat geht’s jetzt weiter. mehr »

Geschmackspolizei: Der SoundDreck … Blas- vs. Partymusik-Battle

24.10.2022

Die Freiburger Geschmackspolizei ermittelt schon seit 20 Jahren gegen Geschmacksverbrechen – nicht nur, aber vor allem in der Musik. Für die cultur.zeit verhaftet Ralf Welteroth fragwürdige Werke von Künstlern, die das geschmackliche Sicherheitsgefühl der Bevölkerung empfindlich beeinträchtigen.

Die Wiesn – abzapft is. Endlich. 20 Millionen Ochsen, 5 Milliarden Hendel, 7 Trillionen Liter Bier und noch mehr an Erbrochenem (O-Ton Securitymitarbeiter: „Lustig ist, wenn Leute ihre Stehmaß zurück ins Glas kotzen.“ (Stehmaß: Gast steht auf und versucht, seine Maß ex zu trinken, das ganze Zelt feuert an, dazu Blut (O-Ton Securitymitarbeiter: „Der zweite Schlag ist der schlimmste, wenn die Maß schon gesprungen ist, dann schneiden die Scherben die Gesichter kaputt.“), Schweiß und jede Menge Tränen.

Ein voller „Erfolg“ also nach zwei Jahren Pandemiepause, dem Herrn (Lauterbach) sei dafür (ergo für die Pause) ewiglich gedankt. So weit so gut beziehungsweise schlecht.

Nun hat sich aber innerhalb dieses komatösen Paralleluniversums nochmals eine neue Metakonfliktebene aufgetan. Manche Leute wollen auf der Wiesn keine Blasmusik mehr. Andere wiederum schon. Die Kapelle Josef Menz (Blasmusik) gegen Erwin und die Heckflossen (Partymucke), der Bayrische Defiliermarsch gegen 1000 nackte Frisösen namens Leyla, der Hashtag „Wiesn ist nicht Ballermann“ machte die Runde, die Stimmung schlecht, auch das Essen wurde beklagt.

Und was sagt uns das alles? Nicht wirklich viel Neues. Der Mensch ist dem Menschen ein Fleisch-Wolf und für uns immer wieder eine große Herausforderung.

In diesem Sinne, täglich grüßt das GeschPo-Tier

Foto: © chilli