Kino-Tipp: Der verlorene Mann – Vergessene Scheidung 4Film | 04.05.2026 | Erika Weisser
Hanne und Bernd Zweig führen eine zufriedene und ein wenig langweilige Ehe. Sie leben im eigenen Haus, sie gibt als freie Künstlerin Kunst-Workshops in der Dorfschule, er ist pensionierter Pfarrer. Kinder haben sie nicht, ihr Leben verläuft in vorhersehbaren Bahnen.
Bis Kurt auftaucht. Hannes früherer Ehemann, den sie seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat; sie sind damals nicht im Guten auseinandergegangen. Er nimmt das Haus in Besitz – als würde er noch dort wohnen.
Dass die Scheidung in Kurts aktuellem Bewusstsein nie stattgefunden hat, erfahren sie durch einen Anruf bei seiner Tochter: Er habe Alzheimer, lebe in einem Pflegeheim und sie könne sich wegen eines Auslandsaufenthalts derzeit nicht um ihn kümmern, so ihre knappe Auskunft
Obwohl Hanne ihn so schnell wie möglich loswerden will, bahnt sich, getragen von Verantwortungsgefühl und Nächstenliebe, eine Freundschaft an. Und die wirkt auch auf die Ehe der Zweigs inspirierend.
Der verlorene Mann
Deutschland 2026
Regie: Welf Reinhart
Mit: Dagmar Manzel, Harald Krassnitzer, August Zirner u.a.
Verleih: Filmwelt
Laufzeit: 102 Minuten
Start: 7. Mai 2026
Foto: © Filmwelt










