Wein- & Sekt-Guide: Genuss ohne Reue Wein- & Sekt-Guide | 17.08.2025 | Marianne Ambs
Alkoholfrei genießen, ein Trend der in der Weinbranche angekommen ist. Vor allem junge Weintrinker greifen zu „Zero“-Weinen und -Sekten – für den Genuss ohne Rausch und Reue. Auch für Menschen, die auf ihre Gesundheit achten, sind die Null-Prozent-Weine eine Alternative.
Die Nachfrage nach entalkoholisierten Weinen und Sekten wächst rasant. Im Restaurant, im Supermarktregal oder auf Weinfesten: Alternativprodukte ohne Alkohol dürfen nicht fehlen. Laut Deutschem Weininstitut (DWI) machen Weine ohne oder mit unter 0,5 Volumenprozent Alkohol in Deutschland bisher rund 1,5 Prozent des Absatzes aus, bei Sekt sind es immerhin fast acht Prozent. Doch die Nachfrage steigt: Im Handel lag der Absatzzuwachs beim „Zero-Wein“ im Jahr 2023 bei etwa 27 Prozent, im vergangenen Jahr waren es mehr als 30 Prozent.
Weingüter und Winzergenossenschaften reagieren mit neuen Produkten: Denn auch hier werden im Direktverkauf immer häufiger alkoholfreie Produkte verlangt.
Grundweine mit Aroma
Theoretisch kann aus jedem Wein und Sekt eine alkoholfreie Variante werden. Denn der Alkohol wird den Produkten erst im Nachhinein entzogen, sie werden „entalkoholisiert“. Dazu wird heute meist die Vakuumdestillation eingesetzt: Bei diesem Verfahren verdampft der Alkohol schon bei unter 30 Grad. Das schont die empfindlichen Aromen. Weil Alkohol auch ein Geschmacksträger ist, erfordert die Herstellung der Alternativprodukte sehr viel Fingerspitzengefühl. Deshalb setzen die Erzeuger auf hochwertige Grundweine und greifen zu Bukettsorten wie Sauvignon Blanc oder Muskateller.
Noch können es die Alkoholfreien mit anderen Weinen und Sekten beim Geschmack noch nicht ganz aufnehmen. Aber je größer die Erfahrung bei der Herstellung, desto höher die Qualität. Alkoholfreie Weine und Sekte: Das ist prickelnder Genuss ohne Rausch und Reue. Zudem schont alkoholfreier Wein die Gesundheit und er hat viel weniger Kalorien. Viele gute Gründe, die entalkoholisierten Varianten zu probieren.
Hier geht es zum Sekt- und Weinguide 08-2025.
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