Bewerbung? Läuft! – Gut vorbereitet ist halb überzeugt Ausbildung & Arbeit | 22.10.2026 | Tatjana Forsthuber

Bewerbungsgespräch

Ausbildung, Praktikum, duales Studium oder Nebenjob: Irgendwann führt kein Weg an der Bewerbung vorbei. Klingt nach Papierkram und Formulierungsstress? Dabei ist eine gute Bewerbung vor allem die Chance, neugierig auf sich zu machen. Acht Tipps für den ersten Schritt.

1. Nicht einfach drauflosklicken

Bevor die Bewerbung rausgeht, heißt es: recherchieren. Was macht das Unternehmen? Was wird für die Stelle gesucht? Wer sich damit beschäftigt, kann im Anschreiben zeigen, dass die Bewerbung nicht nach dem Gießkannenprinzip verschickt wurde.

2. Schluss mit Copy & Paste

„Hiermit bewerbe ich mich um …“ klingt korrekt, aber austauschbar. Besser: direkt auf den Punkt kommen. Warum interessiert der Beruf? Was fasziniert am Unternehmen? Gibt es ein Praktikum, Schulprojekt oder Hobby, das dazu passt? Persönlich statt Standard – das bleibt eher hängen.

3. Stärken? Aber bitte mit Beweisen!

Teamfähig, kreativ, zuverlässig, motiviert – solche Wörter stehen in unzähligen Bewerbungen. Spannender sind konkrete Beispiele: Wird das Training im Verein mitorganisiert? Lief die Planung eines Schulprojekts? Gibt es Nachhilfe für jüngere Schüler? So werden aus Behauptungen echte Erfahrungen.

4. Der Lebenslauf ist kein Roman

Schule, Praktika, Jobs, Kenntnisse und Engagement: Das Wichtigste sollte schnell zu erfassen sein. Ein übersichtlicher Aufbau hilft dabei. Kontaktdaten aktuell halten und überlegen, welche Erfahrungen etwas über die eigenen Interessen und Fähigkeiten erzählen. Ein Bewerbungsfoto ist übrigens kein Muss.

5. Rechtschreib-Alarm!

Nichts killt den ersten Eindruck schneller als eine Bewerbung voller Tippfehler. Deshalb vor dem Abschicken gründlich lesen – am besten schaut noch jemand anderes darüber. Besonders wichtig: Firmenname, Ansprechpartner, E-Mail-Adresse und Anhänge kontrollieren. „Firma XY“ sollte schließlich nicht an „Firma YZ“ gehen.

6. Online heißt nicht egal

Ob Karriereportal oder E-Mail: Auch digitale Bewerbungen sollten professionell aussehen. Eine seriöse Mail-Adresse und ein sinnvoller Betreff gehören dazu. Die Unterlagen am besten übersichtlich als PDF zusammenstellen und verständlich benennen. „Bewerbung.pdf“ ist okay – „final_final_neu2.pdf“ eher nicht.

7. Vorstellungsgespräch? Keine Panik.

Nervosität ist normal. Vorbereitung hilft: Warum möchte ich diesen Beruf lernen? Was kann ich gut? Warum habe ich mich bei diesem Unternehmen beworben? Auch eigene Fragen vorbereiten. Denn beim Gespräch geht es nicht nur darum, dass das Unternehmen euch kennenlernt – ihr checkt genauso, ob der Job zu euch passt.

8. Bitte echt bleiben

Niemand erwartet den perfekten Menschen ohne Schwächen oder Nervosität. Viel wichtiger sind Interesse, Motivation und ein authentischer Auftritt. Also keine Bewerbungsrolle spielen. Wer offen auftritt und zeigen kann, warum er genau diesen Job möchte, kommt besser an als jemand, der zehn Bewerbungsratgeber auswendig gelernt hat.

Der letzte Check

· Anschreiben individuell angepasst

· Lebenslauf aktuell und übersichtlich

· Kontaktdaten kontrolliert

· Rechtschreibung gecheckt

· Richtiger Ansprechpartner und Firmenname

· Alle geforderten Unterlagen dabei

· PDF ordentlich benannt

· Seriöse E-Mail-Adresse verwendet

· Bewerbung gegenlesen lassen

Und dann? Ab damit! Eine Bewerbung muss nicht perfekt sein. Sie sollte vor allem zeigen, wer dahintersteckt – und warum genau diese Person Lust auf den Job hat.

Fotos: © iStock.com/AndreyPopov