Kino-Tipp: Ingeborg Bachmann – Behutsame Annäherung Kinonews | 25.06.2026 | Erika Weisser

Ingeborg Bachmann

„Ich selbst bin ein Mensch, der nie resigniert hat, überhaupt nie resigniert ist, sich das gar nicht vorstellen kann, sagte Ingeborg Bachmann 1972 im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Ein Jahr später starb sie – in der Folge einiger existenzieller Krisen. 

Regina Schillings Film, der zu Bachmanns 100. Geburtstag am 25. Juni in die Kinos kommt, begleitet die einst gefeierte und oft verkannte Schriftstellerin an einem imaginären Tag ihres Lebens. Das Publikum hat die Gelegenheit, mit der von Sandra Hüller großartig verkörperten Autorin durch Rom zu streifen und sich ihr auf behutsame Weise zu nähern.

Auf sehr authentische Weise: Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivmaterial, Interviews und originalen Texten blickt der Film außer auf ihre zentralen Lebensphasen auch auf ihre komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch. Dabei werden der Schauspielerin nur Bachmanns eigene Worte in den Mund gelegt. 

Ingeborg Bachmann
Deutschland/Österreich 2026
Regie: Regina Schilling
Dokumentation mit Sandra Hüller u.a.
Verleih: Weltkino
Laufzeit: 95 Minuten
Start: 25. Juni 2026

Foto: © Weltkino