Wenn es dunkel wird … – Klasse Klassiker und prima Premieren beim Sommernachtskino Kinonews | 23.06.2026 | Erika Weisser
Bewegend: Wiebke Lühmann fuhr mit dem Rad durch Afrika
Das Sommernachtskino ist in Freiburg eine feste Größe wie der Semesterbeginn oder der Weihnachtsmarkt: Es findet jedes Jahr statt, immer im gleichen Zeitraum, am gleichen Ort und vom gleichen Veranstalter: dem Kino Friedrichsbau. Seit unvorstellbaren 23 Jahren ist es unverzichtbarer Bestandteil des Freiburger Kulturnachtlebens.
Vom 25. Juni bis 5. September gibt es im westlichen Innenhof des Schwarzen Klosters, der zum angesagtesten Kinosaal der Stadt umgestaltet ist, jeden Abend einen Film. Unter den 73 Vorführungen sind Highlights des Kinojahrs 2025/26, ein paar Freiburger Produktionen und eine sehenswerte Auswahl an cineastischen Klassikern. Außerdem gibt es die Gelegenheit, neue Autorenfilme vor ihrem offizielle Kinostart bei einer Sternenhimmel-Premiere zu erleben.
Den Auftakt macht Simon Verhoevens gleichermaßen kluge wie furiose und beim Freiburger Publikum sehr beliebte Tragikomödie um die Schauspielerwerdung von Joachim Meyerhoff – nach dessen autobiografischem Roman (25.6., 22 Uhr). Und schon drei Tage später, am Sonntag, 28. Juni, kommt der erste Gast: Filmemacherin Wiebke Lühmann, die 2023/24 mit dem Fahrrad in 430 Tagen alleine von Freiburg bis zum Kap der Guten Hoffnung fuhr, präsentiert ihre Reise-Doku „Same Sun – mit dem Fahrrad durch Afrika“.

Joachim Meyerhoffs Schauspielerwerdung wird von Kolleginnen bestaunt.
Eine weitere Freiburger Produktion mit Gästen gibt es am Dienstag, 21. Juli, 21.45 Uhr: Regisseurin Nadine Zacharias präsentiert noch einmal ihren Film „Fitness California“ um einen nostalgischen Kraftraum, auf dessen unverwüstlichem Parcours drei Helden der Freiburger Ringerszene trainieren, sich über alte Zeiten unterhalten und der bunten California-Klientel gute Tipps geben: Weltmeister Adolf Seger und die mehrfachen Deutschen Meister Bernd Fleig und Mario Sabatini.
Die erste Premiere des Sommernachtskinos gibt es am Mittwoch, 1. Juli mit Daniel Rohers „The Piano Tuner“ mit Dustin Hoffman (s. S. 51). Und schon eine Woche darauf, am 8. Juli, 21.45 Uhr, läuft Reem Khericis französische Komödie „Chéri, ich komme!“, die erst Ende Juli regulär im Kino zu sehen ist (s. S. 37). Weitere Premieren (immer mittwochs) sind für den 15., 22. und 29. Juli vorgesehen. Am 29.7. gibt es mit „Bitteres Fest“ den neuesten – und ziemlich bissigen Film von Altmeister Pedro Almodóvar, der heuer auch mit drei Klasse Klassikern von der Partie ist: „Alles über meine Mutter“ (6.7.), „Frauen am Rand des Nervenzusammenbruchs“ (19.7.) und „Volver“ (im August).
Zu den nochmals vorgeführten Lieblingsfilmen der letzten Saison gehören auch Fatih Akins „Amrum“, Marcus H. Rosenmüllers „Extrawurst“, Peter Cattaneos „Pinguin meines Lebens“ und James Mangolds Bob-Dylan-Biopic „Like a complete Unknown“ mit dem fabelhaften Timothée Chalamet.
Ein schönes, vielfältiges, spannendes und entspanntes Kontrastprogramm zur Fußball-WM.









