Brit-Balsam: Songwriters Jamie Isaac singt von einer unorthodoxen Liebe Kultur | 26.06.2018
„Wings“ heißt die erste Single des Songwriters Jamie Isaac. Über einen Bossanova-Groove singt der Londoner mit samtweicher Stimme von einer unorthod±oxen Liebe. Dezent ist das und zugleich unwiderstehlich groovend.
Die Platte ist Balsam für Ohr und Herz. Wie gleißende Lichter über einer Stadt schimmert „(04:30) Idler“ mit Soul, Ruhe und Reduzierung durch die Boxen. Mal flüstert ein Saxophon, dann knistern Samples, bis effektbeladene Stimmen durch die Boxen wabern.
Refrains hat der Jazzer für zahlreiche Künstler gesungen. Mit den experimentell-jazzigen Beattracks zeigt er, dass er mehr kann als nur Feature-Goldkehlchen. Der Brite erzählt von Schlafproblemen, wirkt verletzlich, herrlich neben der Spur.
„Idler“ ist Englisch für Faulenzer. Auf Arbeiten macht die Musik keine Lust. Dafür auf ruhige Momente bei gedimmtem Licht. Nur kurz wird die gefühlte Stille im Song „Sleep“ unterbrochen – es wird hektisch, eine dumpfe Stimme fordert zum Schlafen auf. Man vermutet, es ist 4.30 Uhr morgens – siehe Albumtitel.
Es lohnt sich, bis zum Ende zu hören: Im finalen „Delight“ schiebt ein minimalistischer Beat so subtil nach vorne, dass man die Platte gleich nochmal hören will.

Jamie Isaac
(04:30) Idler
Songwriter
4 von 5 chilli-Schoten









