Beats statt Bühne: 3 Fragen an Producer Flamingo Zamperoni 4Musik | 26.02.2022 | Till Neumann
Producer und Bassist aus Freiburg mit viel Reichweite auf Spotify: Ben Krahl alias Flamingo Zamperoni
Seit Sommer 2020 produziert Ben Krahl alias Flamingo Zamperoni soulige Lofibeats. Auf Spotify erreicht der Freiburger Bassist Millionen User. Im Interview mit chilli-Redakteur Till Neumann erzählt der 38-jährige Labelbetreiber von bensnburner Records, wie die Pandemie seine Arbeit verändert hat.
Herr Krahl, wie kam es zum Beatmaker Flamingo Zamperoni?
Als im März 2020 das Livegeschäft aufgehört hat, war mir klar, dass längerfristig nix gehen wird. Ich wollte mich nicht beschweren, lieber gleich switchen. Ich bin als Bassist bei Äl Jawala ausgestiegen und habe meinen Job an den Jazz & Rockschulen Freiburg aufgegeben. Parallel dazu habe ich das Label bensnburner Records gegründet und mir eine Strategie für zwei Jahre aufgebaut.
Was ist für Sie ein guter Beat?
Für mich ist das Hauptding die Bassline, dicht gefolgt von der Snare. Die Soundästhetik ist wichtiger als die Akkordfolge. Ich versuche, so viel wie möglich live einzuspielen. Mittlerweile habe ich mir auch ein Schlagzeug ins Studio gestellt.
Sie erreichen Millionen. Ein Erfolg?
Ja, ich bin super froh. So arbeite ich auch fürs Portfolio meines Labels. Aktuell release ich alle zwei Wochen einen Beat. Die laufen in verschiedenen Playlists. Für mich ist das auch finanziell eine super Alternative, wenn das Livegeschäft wegfällt. Ich lebe gerade voll vom Ökosystem von Spotify. Zur Hälfte sind das Tantiemen und zur Hälfte Studiojobs über soundbetter.com.
Foto: © Bensnburner Records
- Die Musik von Flamingo Zamperoni auf Spotify
- Session-Musiker: Ben Krahl auf soundbetter.com









