Drei Biere, drei Generationen – Brauerei Waldhaus zeigt, wie moderne Tradition schmeckt Biergärten | 19.04.2026 | Michaela Moser

Das Marketing-Team und der Brauerei-Chef präsentieren die neuen Biere (v.l.: Tanja Blum, Niklas Wasmer, Moritz Eckert, Anabell Isele, Dieter Schmid). Das Marketing-Team und der Brauerei-Chef präsentieren die neuen Biere (v.l.: Tanja Blum, Niklas Wasmer, Moritz Eckert, Anabell Isele, Dieter Schmid).

Drei Biere, drei Kapitel, eine Familie: Mit „Klein Fritzle“ präsentiert die Privatbrauerei Waldhaus eine neue Linie, die sich bewusst gegen austauschbare Trends stellt und stattdessen auf Herkunft, Handwerk und gelebte Geschichte setzt.

Dabei geht es um mehr als ein neues Produkt. „Klein Fritzle“ ist ein State­ment gegen Beliebigkeit und kurzlebige Trends – und für eine Haltung, die im Schwarzwald verwurzelt ist. Eine Haltung, die ihre Stärke daraus zieht, Tradition in die Gegenwart zu übersetzen. Das zeigt sich auch im Markenauftritt: klar, eigenständig und selbstbewusst. Vom Etikett bis zur eigens entwickelten Schwarzwald-Kiste entsteht ein Gesamtbild, das nicht auf Retro setzt, sondern auf Relevanz.

„Klein Fritzle steht genau für diese Haltung“, sagt Marketingleiterin Tanja Blum. „Die Linie verbindet Rückbesinnung mit einem modernen Auftritt, ist hochwertig, klar positioniert und bewusst regional verankert.“ Diese Balance aus Ursprung und Zeitgeist prägt Konzept und Biere gleichermaßen.

Die Pionieredition umfasst drei Sorten in der 0,33-Liter-Euroflasche: Lager, Pils und Helles. Jede steht für eine Generation der Familie Schmid – und für eine prägende Phase der Brauerei. So wird die Linie zur flüssigen Chronik.

Den Anfang machte Johann Friedrich Schmid, der das Qualitätsverständnis von Waldhaus begründete. Das Klein Fritzle Lager greift diesen Ursprung auf: mild gehopft, vollmundig und klassisch – mit zeitgemäßem Schliff.

Friedrich: Ein Name, viele Generationen

Mit Friedrich Schmid, Brauereichef von 1939 bis 1969, wurde aus Bewahrung Aufbruch. Er stellte Gewohntes infrage und wurde zum Pionier der 0,33-Liter-Flasche – ein Schritt, der zunächst belächelt wurde, heute aber den Bierkonsum prägt.

Unter Helmar Friedrich Schmid entwickelte sich das Pils zur stilprägenden Sorte. Das Diplom Pils wurde zum Klassiker. Im Klein Fritzle Pils lebt diese Ära weiter: klar, feinherb und modern interpretiert.

Seit 1997 führt Dieter Friedrich Schmid die Brauerei und setzte früh auf das bayerische Helle. Das Klein Fritzle Hell steht für diese Entwicklung: ausgewogen, zugänglich und mit feiner Malzigkeit.

Auch der Name trägt Geschichte. „Klein Fritzle“ war ursprünglich der Spitzname für die neue 0,33-Liter-Flasche – benannt nach Friedrich „Fritz“ Schmid. Aus einer belächelten Idee wurde ein Erfolgsmodell: Heute macht die kleine Flasche rund 60 Prozent des Ausstoßes aus.

So bündelt die Linie den Charakter von Generationen: Mut, Eigensinn und Verwurzelung. Der Schwarzwald ist dabei mehr als Kulisse – er ist Herkunft und Qualitätsversprechen zugleich.

Mit „Klein Fritzle“ zeigt Waldhaus, dass Tradition dann relevant bleibt, wenn sie glaubwürdig weitergedacht wird. Drei Biere, drei Perspektiven – und eine Geschichte, die weitergeht.

Foto: © Privatbrauerei Waldhaus