„Bisschen viral gegangen“: Rapper Max Beil setzt auf Heimat und Fitness Musik | 06.08.2025 | Till Neumann

„Öko-Vibe“: Max Beil tritt fast immer im schwarzen Tanktop auf. „Öko-Vibe“: Max Beil tritt fast immer im schwarzen Tanktop auf.

Mit Kurzvideos zu seinen Tracks macht der Freiburger Max Beil Welle im Netz. Sein bekanntester Song heißt wie seine Lieblingsstadt: Freiburg. Der unverkennbare Look – ein schwarzes Tanktop – soll seinen Lifestyle repräsentieren.

„Das ist meine Heimat“

Von nix kommt nix. So könnte die Devise von Max Beil lauten. „Ich poste seit eineinhalb Jahren jeden Tag was auf Instagram“, berichtet der Musiker. Zuletzt hat er damit so manche Fans gewonnen. Zum Beispiel mit einem Selfie-Video vor dem Martinstor. „Münster, Bächle, Dreisam – das ist meine Heimat“, rappt er da.

Aufgewachsen ist er im Stadtteil St. Georgen. Zunächst war er Sänger der Rockband Libe. Doch HipHop und eine Solokarriere reizten ihn mehr. Also startete er 2023 unter seinem bürgerlichen Namen einen neuen Anlauf.

„Das war neu“

Mit dem Song „Sie liebt mich“ für seine Frau nahm das Fahrt auf. „Das ist ein bisschen viral gegangen“, berichtet Beil. Lines wie „Sommer Sonne Freiburg“ oder „Wasserfilter bei uns eingebaut“ hätten für Aufmerksamkeit gesorgt. „Ich glaube, das war für die Leute ungewohnt und neu“, sagt Beil.

Im Juni veröffentlichte er „Freiburg“, die Klicks nahmen zu. „Ich habe in 30 Tagen 1,7 Millionen Aufrufe auf Instagram bekommen.“ Der Song komme richtig gut an. Auch, weil sein Style zu Freiburg passe: „Ich bin ein gesundheitsorientierter Mensch, ernähre mich nahezu vegan, mache gerne Sport.“

Frau ist „Jackpot“

„Öko-Vibe“ nennt Beil das. Er wolle vermitteln, dass es auch cool sein kann, ein Glas Wasser zu trinken. Sein schwarzes Tanktop stehe für diesen Lifestyle.

Inspiration findet er in Acts wie Ski Aggu und Soho Bani. Auch seine Frau sei dafür wichtig, „mein Jackpot“. Beil sieht sich als Teil der New-Wave-Bewegung. Rap kombiniert mit Techno. Früher habe er alles selbst produziert. Mittlerweile kaufe er auch Lizenzen auf Beatstars. Den neuesten Tune hat er mit Producer Julez veröffentlicht.

„Guter Start“

Beils Ziel: „Meine Vision ist, von Musik zu leben.“ Davon sei er noch weit entfernt. Doch „es tun sich Möglichkeiten am Horizont auf“. Wichtig sei das Livegeschäft. Mit einer Boombox ziehe er auch mal zum Seepark oder auf den Platz der Alten Synagoge, um zu spielen. Bookinganfragen für Geburtstage oder kleine Clubs kämen zunehmend rein.

Freiburg will er auf die Karte bringen. Und sich selbst auch. Das Interesse dafür sei da. „Ich glaube, das gerade ist ein guter Start.“ 

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