Kino-Tipp: Oxana – Mein Leben für die Freiheit – Werdegang einer Aktivistin 4Film | 23.07.2025 | Erika Weisser

Oxana

2008 befindet sich die Ukraine in einer Phase der politischen Instabilität. Prorussische und prowestliche Politiker liefern sich erbitterte Machtkämpfe. Es kommt zu Demonstrationen gegen die korrupte politische Kaste, an denen auch die 21-jährige Künstlerin Oksana Schatschko und ihre Freundinnen teilnehmen. Sie haben ihre nackten Oberkörper mit Parolen bemalt, tragen Blumenkränze und melden sich lautstark gegen das patriarchale System, Sexismus, Polizeigewalt und prorussische Politiker zu Wort. Immer wieder. So entsteht „Femen“, eine der einflussreichsten feministischen Bewegungen der jüngsten Geschichte.

Zehn Jahre später wird die inzwischen weltberühmte Aktivistin in der Nähe von Paris tot aufgefunden. Nun rekonstruiert Charlène Favier den möglicherweise letzten Tag ihres Lebens – mit einigen fiktionalen Elementen, die sich jedoch aus realen Ereignissen herleiten lassen. Ein gelungenes Biopic mit klugen Verbindungen zwischen verschiedenen Zeitebenen.

Oxana – Mein Leben für die Freiheit
Frankreich 2024
Regie: Charlène Favier
Mit: Albina Korzh, Maryna Koshkina u.a.
Verleih: X Verleih
Laufzeit: 103 Minuten
Start: 24. Juli 2025

Foto: © X Verleih