Städtebaulich markant – The Brick setzt auf dem Güterbahnhof ein Ausrufezeichen Immobilien | 05.03.2026 | Lars Bargmann

Eyecatcher am Eck: Ende des Jahres wird beim „The Brick“ aus der Visualisierung Wirklichkeit. Eyecatcher am Eck: Ende des Jahres wird beim „The Brick“ aus der Visualisierung Wirklichkeit.

Der Rohbau ist fertig, die ersten Backsteine (Bricks) sind an einer Fassade zu sehen, die in einem Architektenwettbewerb gekürt wurde: Das Bauvorhaben der Stuckert Wohnbau „The Brick“ setzt an der Ecke Freilade- und Eugen-Martin-Straße ein markantes Ausrufezeichen. Rund um Ostern wird das Richtfest gefeiert. Ende des Jahres ziehen die ersten Bewohner ein.

Das Architektenbüro MoRe von Fee Möhrle und Tobias Martin Reinhardt hatte die Jury mit der gleichsam in Stein gemeißelten Fassade überzeugt. „Die Fassade kostet im Vergleich zu einer herkömmlichen Putzfassade einen kleinen siebenstelligen Betrag mehr“, erzählt Claudio Stuckert, der die Geschäfte zusammen mit seinem Bruder Marc und dem routinierten Prokuristen Aribert Frece führt.

23 der 63 Wohnungen haben mittlerweile neue Eigentümer. Aktuell arbeiten die Gundelfinger an einer Musterwohnung, damit sich die avisierte Klientel besser vorstellen kann, wie es sich im The Brick so leben lässt. Die günstigste Wohnung kostet 525.000 Euro, die teuerste knapp zwei Millionen.

5350 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf zwei Häuser, baut Stuckert rund um einen Innenhof, der sich das Prädikat „hochwertig“ verdienen wird (Planung: Cornelis). Rund 50 Millionen Euro investiert das Unternehmen in sein zweites Projekt auf dem Güterbahnhof, wo auch My Urban Living einen städtebaulichen Akzent gesetzt hat.

Nicht weit weg, an der Lameystraße in Zähringen, hat Stuckert in nur neun Monaten (!) ein Gebäude mit 14 Eigentumswohnungen gebaut – aktuell gibt es nur noch eine mit drei Zimmern. „Da sind wir sehr, sehr zufrieden, wir haben gegenüber anderen Akteuren in der näheren Umgebung auch vergleichsweise günstige Preise“, sagt Marc Stuckert.

Spektakuläre Aussicht: Bei „The Brick“ gibt es nur noch eine freie Attika-Wohnung.

Spektakuläre Aussicht: Bei „The Brick“

gibt es nur noch eine freie Attika-Wohnung.

Raus aus Freiburg, es geht nach Waldkirch-Kollnau, wo Stuckert acht Eigentumswohnungen am Elzufer baut – und obwohl der Rohbau wächst, nur noch drei auf Käufer warten. Die degressive AfA (5 Prozent) und zinsverbilligte KfW-Darlehen sind für Eigennutzer, aber auch Kapitalanleger interessant.

Noch ein Schauplatzwechsel: In Kenzingen zeigen die Stuckerts, dass sie auch für Familien mit kleinerem Geldbeutel ein ordentliches Angebot haben: Beim Projekt an der Wiesenstraße 11a entstehen in vier Bauabschnitten insgesamt 25 Reihenhäuser mit je 120 Quadratmetern und Preisen ab 515.000 Euro. „In Kenzingen bekommst du ein ganzes Haus mit Garten zum Preis einer Zweizimmerwohnung in Freiburg“, betont Marc Stuckert.

Die Häuser werden nach dem ambitionierten KfW-40-QNG-Standard erstellt, bieten nicht nur eine voll eingerichtete Küche, Carport, PV-Anlage und Wärmepumpe – sondern auch staatliche Förderungen und 10 Prozent AfA in den ersten vier Jahren. Im Sommer geht’s los, Ende 2027 werden die ersten zehn Häuser bezogen. Unter den Eigentümern, die bei diesem klimafreundlichen Neubau sehr geringe Strom- und Wärmekosten haben werden, wird dann nicht nur ein Kapitalanleger sein.

Beim geplanten Stadtteil Dietenbach in Freiburg würde sich die Stuckert Wohnbau gerne engagieren, aber nur, sagt Frece, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Und da sei ein entscheidender Faktor, wie die Politik die ortsübliche Vergleichsmiete festsetzt. Denn von dieser werden im öffentlich geförderten Wohnungsbau die Abschläge gerechnet. 

Visualisierungen: © Stuckert Wohnbau AG