Kleine Objekte in großen Lagen – Die Kirschner Wohnbau ist um neue Projekte nicht verlegen Bauträger | 19.02.2026 | Lars Bargmann
Die Kirschner Wohnbau GmbH aus Freiburg umschifft die Untiefen auf dem Immobilienmarkt mit stark gestiegenen Zinsen, Bau- und Grundstückspreisen mit ruhiger Hand und immer wieder neuen Projekten – die sich vor allem an eine Klientel wenden, bei der der Zinsmarkt nur eine Nebenrolle spielt.
Nachdem die „LU 36“ mit 13 exklusiven Wohnungen hoch über dem Freiburger Stadtgarten, das Gebäude Kreuzsteinäcker 15 in Littenweiler und der Anemonenweg 24 in Hoch-Zähringen im Laufe dieses Jahres übergeben werden, hat das Team um Geschäftsführer Dennis Kirschner schon wieder zwei kleine Projekte in großen Lagen kreiert.
An der Stephanienstraße 21 am Lorettoberg – mit weitem Blick über Günterstal – wird Kirschner ein Mehrfamilienhaus mit acht Einheiten bauen. Ebenso acht Wohnungen wird es an der Sickingenstraße 37 in Hanglage am Hörchersberg in Littenweiler geben. Aktuell startet bei beiden Projekten der Vertrieb. „Wir haben bei beiden Bauvorhaben wieder super Lagen bekommen“, sagt Detlef Schuster, Kirschners Vermarktungsspezialist.

Verglasungen über den Gebäudecken: An der Stephanienstraße 21 wird es acht luxuriöse Wohnungen geben.
Am Lorettoberg wird es im vom Freiburger Architekten Thomas Nagel entworfenen KfW-40-Gebäude jeweils vier Wohnungen mit drei oder vier Zimmern geben. Die größte Einheit hat 150, die kleinste 97 Quadratmeter. Das Haus liefert vom Dach Sonnenstrom, mit dem auch eine Luft-Wärme-Pumpe für Warmwasser und Wärme betrieben wird. Die Tiefgarage verfügt über einen Autolift. Das Projekt in Panoramalage besticht nicht zuletzt mit großen Verglasungen, die sich über die Gebäudeecken legen.
An der Sickingenstraße war es der Architekt Udo W. Hoffmann, der ebenfalls ein KfW-40-Haus mit PV-Anlage und Luft-Wärme-Pumpe geplant hat. Hier gibt es von der Zweizimmerwohnung mit 63 Quadratmetern über drei Drei-zimmerwohnungen auch drei Einheiten mit vier Zimmern und 136 Quadratmetern. Da auf dem Hanggrundstück kein Platz mehr für eine Tiefgarage war, können die Käufer ihre Autos in großen Carports unterbringen.
Preislich liegen beide Projekte bei rund 9000 Euro für einen hochwertigen Quadratmeter. Es sind zumeist betuchte Eigennutzer, die die Angebote von Kirschner nutzen. „Wir haben viele Kunden, die keine Finanzierungsbestätigung einer Bank benötigen“, erzählt Matthias Tholl, kaufmännischer Leiter, am Kirschner-Stammsitz auf dem Güterbahnhof. Das 1965 gegründete Unternehmen hat mit kleinen Objekten in guten Lagen erfolgreich eine Nische auf dem Freiburger Immobilienmarkt besetzt.
Noch in diesem Jahr fertig wird das Gebäude am Kreuzsteinäcker, wo es nur noch eine Wohnung (5 Zimmer, 150 Quadratmeter) zu kaufen gibt. Am Anemonenweg sind derweil noch drei Einheiten mit drei oder vier Zimmern zu haben.
Zwar sind Kirschners Kunden vor allem Eigennutzer, aber am Ortseingang in Gundelfingen plant das Unternehmen aktuell auch ein Mehrfamilienhaus mit 18 Wohnungen. Und das könnte aufgrund seiner KfW-40-QNG-Zertifizierung und den damit verbundenen Fördermöglichkeiten auch für Kapitalanleger interessant sein.
Ob die Kirschner Wohnbau auch im Dietenbach bauen wird? „Wir sind gespannt, was da an Grundstückspreisen aufgerufen wird“, sagt Tholl.
Visualisierungen: © Kirschner Wohnbau GmbH









