Fast zu perfekt – Wenn die KI Bewerbungen übernimmt Jobstarter | 13.04.2026 | BZ/tmn

Fancy, aber fehlerhaft: KI kann nicht jede Aufgabe lösen. Fancy, aber fehlerhaft: KI kann nicht jede Aufgabe lösen.

Job-Beschreibung kopieren und KI den Befehl geben: „Schreibe mir ein aussagekräftiges Anschreiben!“ Klingt einfach, ist aber nicht immer sinnvoll.

Ob ChatGPT, Gemini oder Perplexity: Chatbots, die mit künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten, können nützliche Helfer beim Verfassen von Texten sein. Geht es darum, ein Anschreiben oder einen Lebenslauf für eine Bewerbung zu gestalten, sollte man sie aber nur im allerersten Schritt nutzen.

„ChatGPT kann ein Impulsgeber sein, wenn ich nicht weiß, wie ich starten soll, um mir Inspiration für Formulierungen zu holen“, sagt Sebastian Kohler, Co-Founder und Managing Partner bei der Personalberatungsfirma Kempkens x Kohler. Dabei ist aber Vorsicht geboten. Kohler zufolge kann etwa ChatGPT schnell entlarvt werden, „wenn es zu generisch und fast schon zu perfekt klingt“. Damit gehe sämtliche Glaubwürdigkeit eines Profils verloren. Personalentscheider kommen so schnell zu dem Ergebnis, dass ein Bewerber oder eine Bewerberin nicht kreativ ist, sich nicht in Sachverhalte hineindenken und keine eigenständigen Ergebnisse produzieren kann. „Ich finde es klug, sich inspirieren zu lassen. Aber die eigene Handschrift und Persönlichkeit müssen immer erkennbar sein“, sagt auch die Karriereberaterin Esther Kimmel. Oft müssen Bewerber einem Anschreiben, das ein KI-Chatbot verfasst hat, wieder mehr Leben und Individualität einhauchen.

Wichtig: Den Ergebnissen niemals blind vertrauen, sondern mit ein bisschen Abstand so finalisieren, dass der eigene Stil erkennbar ist.

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