„Ins Gespräch gehen“ – Wie kann man von Chefs konstruktives Feedback bekommt Jobstarter | 30.12.2025 | Interview von Elena Hartman

Egal ob hopp oder top: Miteinander zu reden ist das A und O. Egal ob hopp oder top: Miteinander zu reden ist das A und O.

Man hat die Ausbildung begonnen und eigentlich läuft alles gut mit dem Ausbilder und den Kollegen, und auch die Arbeit macht Spaß. Doch eines fehlt: konstruktives Feedback.

Wie Auszubildende das kommunizieren können, erklärt Ausbildungsberaterin Sina Kröger.

Warum ist Feedback während der Ausbildung so wichtig?

Es bietet Sicherheit, Gewissheit und Orientierung. Auszubildende können daraus Rückschlüsse auf ihre Tätigkeiten und Fortschritte ziehen und ihre Leistung besser einschätzen. Besonders in neuen Lernumgebungen ist ein realistischer Abgleich zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung richtungsweisend und motivierend. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Dazu bedarf es Rückmeldungen, ob etwas richtig oder falsch gemacht wurde. Ziel des Feedbacks ist es, Verbesserungen zu bewirken, ohne den Auszubildenden schlechtzumachen. Feedback sollte immer konstruktiv, konkret, sachlich und respektvoll sein und einen festen Bestandteil im Berufsleben darstellen.

Welche Schritte können Azubis gehen, wenn sie feststellen, dass das Thema Feedback zu kurz kommt?

Regelmäßiges Feedback ist entscheidend für einen erfolgreichen Ausbildungs- und Entwicklungsprozess. Im Rahmen des Berichtshefts müssen Auszubildende ohnehin regelmäßig Ausbildungsnachweise führen, was wöchentlich oder sogar täglich geschieht. Diese Berichte bieten eine gute Gelegenheit, die täglich erlernten Inhalte zu protokollieren und sie wöchentlich mit dem Ausbilder zu besprechen. Solche Gespräche ermöglichen es, über Fortschritte, Defizite und auch über die Berufsschule zu sprechen.

Was können Azubis bei unprofessionellem Feedback tun?

Gerade bei unangenehmem oder unprofessionellem Feedback ist es wichtig, trotzdem ins Gespräch zu gehen und vielleicht noch einmal um Klärung zu bitten. Hierzu kann man auch Verbündete oder Verantwortliche als Unterstützung heranziehen, zum Beispiel den Ausbilder. Je nachdem, wie schlimm das Feedback ist, kann man sich auch an die Beratungsstellen wenden. So hat zum Beispiel jede Industrie- und Handelskammer in Deutschland eine Ausbildungsberatung und eine Schlichtungsstelle. Um dem im Vorhinein entgegenzuwirken, sollte man sich vor Ausbildungsbeginn auch auf eine gemeinsame Feedbackkultur mit dem Betrieb einigen.

Es ist zudem wichtig, dass man sich vorab erkundigt, auf wen man in bestimmten Situationen zukommen kann. Hierzu kann man sich an Kollegen wenden und nach Ansprechpartnern oder Mentoren fragen, die einen in der Ausbildung begleiten.

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