Siedlungswerk geht voran – Erster Spatenstich in Kleineschholz business im Breisgau | 23.05.2026 | Lars Bargmann

Holzhybrid im Anflug: Beim Siedlungswerk- Projekt sind alle 28 Wohnungen öffentlich gefördert. Holzhybrid im Anflug: Beim Siedlungswerk- Projekt sind alle 28 Wohnungen öffentlich gefördert.

Als erster Bauherr aus der Konzeptvergabe der Grundstücke hat das Siedlungswerk den Baustart im Neubaugebiet Kleineschholz gefeiert. Für rund zehn Millionen Euro gibt es 28 öffentlich geförderte Wohnungen, in denen die Miete 30 Jahre lang 33 Prozent unter der ortsüblichen Miete liegen wird. „Das ist Balsam für meine politische Seele“, sagte Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn beim Spatenstich.

Es war zwar nicht der erste im sogenannten gemeinwohlorientierten Quartier. Doch die Freiburger Stadtbau GmbH musste sich im Wettbewerb nicht beweisen, sondern bekam den Zuschlag für zwei Grundstücke quasi am grünen Tisch. Stadtbau und Siedlungswerk sind übrigens die einzigen Akteure, die den Bauantrag fristgerecht eingereicht haben. Andere sind in Vorbereitung, wieder andere suchen aber jetzt noch Geldgeber für den Kauf der zugesprochenen Grundstücke. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Rathaus auch bereits zugesagte Grundstücke wieder zurückbekommt und neu ausschreiben muss.

Das sechsgeschossige Gebäude des Siedlungswerks, kreiert von K9 Architekten, gebaut vom Generalunternehmer Goldbeck, wird in Holzhybrid-Bauweise erstellt und sei ein „besonderes Projekt, nicht zuletzt wegen der Grünflächen“, wie Baubürgermeister Martin Haag betonte. Zu denen zählen Gemeinschaftsgärten ebenso wie Hochbeete (Planung: freisign Landschaftsarchitekten).

„Wir bauen für Generationen“, sagte der Freiburger Geschäftsstellenleiter des Siedlungswerks, Markus Hogenmüller. Das kirchlich geprägte Unternehmen habe den „klaren sozialen Auftrag, dauerhaft leistbaren Wohnraum zu schaffen“ und Kleineschholz sei eines „der spannendsten Stadtentwicklungsprojekte Freiburgs“. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) fördert jede Sozialwohnung mit einem Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro.

Das Siedlungswerk hat aktuell zudem im Rohbau ein Gebäude an der Freiburger Wippertstraße, wo alle 15 Eigentumswohnungen verkauft sind, und zwei neue Projekte in Breisach und Bad Krozingen auf der Agenda. Beide mit einem Mix aus Eigentum und Miete. In Kleineschholz dürfen keine Eigentumswohnungen gebaut werden. Die Freiburger Politik ist sehr stark auf Mietwohnungen fokussiert. Aber nicht nur Haag weiß: „Eigentum ist ein Thema, das wir in Freiburg beackern müssen.“

Visualisiseung: © Siedlungswerk