CD-Rezi: „Seven“ von Al Page (Album) Kultur | 18.08.2023 | Alina Schmidt
Der Freiburger Rockmusiker und Buchautor Al Page alias Alpasan Hatkoy hat im Juli sein Album „Seven“ rausgebracht. Darin führt er uns teils autobiografisch, teils allgemeingültig durch die Ups and Downs des Lebens.
Die 14 Tracks sind zunächst mit kraftvollen Gitarrenriffs und rauer Stimme keine neue musikalische Offenbarung. Doch inhaltlich kommen diverse Überraschungen raus: von introspektiven Texten hinsichtlich seiner Depressionen über klassische Lovesongs bis zu originellen tanzbaren Bangern.
https://www.youtube.com/watch?v=-hurHWi6ows
Ein Song aber fällt deutlich aus der Reihe: Auf „Joe must die“ besingt der Mittvierziger die Racheaktion einer reichen Lady – eine Referenz auf „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt?
Gegensätze vereint hat Hatkoy schon früher: So brachte er 2016 ein Rockalbum auf Latein raus. Sowohl literarisch als auch musikalisch hat er mehrere Liebeserklärungen an Freiburg geschrieben – inspirierend für Locals.
Durch seinen generischen Sound und sehr direkte Lyrics macht Seven nicht unbedingt Lust auf mehr Rock. Jedenfalls für Leute, die sich sonst anderer Genres erfreuen. Für eingefleischte Rocker·innen hingegen kann das gerade inhaltlich erfrischend sein.

Al Page
Sevem (Album)
Rock
3 von 5 chilli-Schoten









